Frankfurt (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten beim TECDAX.
Der Ratio-Chart zwischen DAX und TecDAX zeige seit März 2006 ein deutliches Hinterherhinken des Technologieindex im Vergleich zu seinem "großen Bruder". Aus charttechnischer Sicht spreche derzeit wenig dafür, dass sich dieser Zusammenhang kurzfristig umkehren werde. So sehe sich der TecDAX derzeit mit hohen Hürden konfrontiert. Bei 653 Punkten verlaufe aktuell der ehemalige Aufwärtstrend seit August 2004. In Verbindung mit den beiden Hochpunkten vom Februar bzw. März 2004 bei 655 Zählern bilde diese Trendlinie einen markanten Kreuzwiderstand, der zudem noch durch die fallende Trendlinie seit Anfang Juli bei aktuell 653 Stellen verstärkt werde.
Solange ein Bruch der genannten Marken ausbleibe, sollten sich Investoren laut den Strategen bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt in Zurückhaltung üben. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Erholung seit Juli gemessen am ADX nicht von einer anziehenden Trenddynamik untermauert werde. Die nächsten Unterstützungen befänden sich bei 631/629 Zählern (Tiefpunkte vom 11. September 2006 und 4. Oktober 2005) bzw. bei 616/614 Stellen (Tiefs vom 10. August und 23. Mai 2006). Auf Grund des beschriebenen Szenarios sollten Neuengagements im TecDAX zunächst zurückgestellt werden. Erst ein Rebreak der genannten Chartmarken würde die Perspektiven des Technologieindex deutlich aufhellen. Aus der dann abgeschlossenen Bodenbildung ließe sich ein Kurspotenzial ableiten, das einen Angriff auf das Jahreshoch bei 769 Punkten ermögliche.
Eine Übersicht zu den aktuellen Terminen und Wirtschaftsdaten finden Sie im Termin-Topic. (19.09.2006/dc/a/i)