Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Langsam aber stetig schraubt sich der DAX weiter in Richtung Norden vor. Der nächste Etappensieg konnte dabei mit dem gestern erfolgten Sprung über das Julihoch bei 12.677 Punkten verzeichnet werden. Ein nachhaltiges Anziehen über diese Marke rundet die zuletzt gesehene Aufwärtsbewegung ab und lässt das im Juni ausgeprägte Rekordhoch bei 12.952 Punkten endgültig wieder auf die Agenda rücken.
Übergeordnet stehen die Chancen für diese Marschrichtung dabei nach dem "bullishen" Abschluss einer Flaggenformation weiter gut. Das gilt mittelfristig umso mehr, als dass die technischen Indikatoren auf Wochenbasis noch mit relativ frischen Einstiegssignalen zu gefallen wissen. Zudem hat der Stochastik auf dieser höheren Zeitebene noch viel Spielraum, um weitere Kursgewinne zu begleiten.
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Etwas anders sieht es auf Tagesbasis aus, wo der angeführte Oszillator bereits den überkauften Bereich erreicht hat und die aktuelle Aufwärtsbewegung nicht mehr gänzlich mitzeichnet. Beide Merkmale können von Anlegern als Warnzeichen gedeutet werden, dass der deutsche Leitindex vor einem Angriff auf neue Rekordstände noch Kräfte sammeln muss.
In die gleiche Kerbe schlägt der Umstand, dass das aus der Anfang September komplettierten Bodenbildung ableitbare Anschlusspotential mittlerweile ausgeschöpft ist. Oberhalb der Nackenlinie dieser unteren Umkehr (Augusthoch bei 12.301 Punkten) hätte eine etwaige DAX-Konsolidierung aber konstruktiven Charakter.