Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Auch die Ankündigung von Seiten der US-Notenbank Fed am Mittwochabend, ab Oktober mit der Rückführung der Fed-Bilanz zu beginnen, schockte die Investoren an den internationalen Aktienmärkten gestern wenig. Im Gegenteil: Gerade die Aussicht auf einen wieder festeren US-Dollar beflügelte insbesondere die Kursentwicklung beim DAX. Dabei wurde ein neues Bewegungshoch im laufenden kurzfristigen Aufwärtstrend herausgebildet.
Seit dem erfolgreichen Test der 200-Tage Linie Ende August stellt sich damit ein dynamisch intakter kurzfristiger Aufwärtstrend dar. Die Mitte den Monats "überkaufte" Situation konnte auf einem recht hohem Niveau abgebaut werden. Obwohl mit der Reduktion der US-amerikanischen Geldmenge die wesentliche Basis des neunjährigen "Bullenmarktes" immer stärker zurückgefahren wird, stellt sich von Seiten der Marktteilnehmer unverändert ein deutlicher Optimismus für die weiter gehende Kursentwicklung am Aktienmarkt dar.
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Die "Überraschung" ist dadurch in einem potenziellen Topbildungsprozess zu finden, der gegenwärtig von der Mehrheit der Marktteilnehmer nicht antizipiert wird. Wichtig für dieses Szenario ist jedoch weiterhin, dass auch charttechnisch der Übergang in einen Topbildungsprozess bestätigt wird. Dies ist aktuell sowohl für den US-amerikanischen Aktienmarkt als auch für den DAX (noch) nicht abzuleiten.
Damit stellt sich weiterhin ein kurzfristiges Anschlusspotenzial bis zum Reaktionshoch vom 13. Juli bei 12.675 Punkten beim DAX dar. Zeigt sich auch dort keine Neigung zu einem deutlicheren Abgabedruck, ist im weiteren Verlauf trotz einer aktuell recht ungünstig zu interpretierenden Zyklentechnik auch mit dem Test des Allzeithochs um 12.950 Punkte zu rechnen. Dies ist jedoch nicht unser präferiertes Szenario.