Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nachdem der DAX am Mittwoch und Donnerstag zu einem Höhenflug ansetzte, ging es am Freitag etwas vorsichtiger zur Sache. Die zuletzt ignorierten geopolitischen Risiken bedingt durch den Nordkorea-Konflikt sowie die tobenden Wirbelstürme und deren Auswirkungen rückten wieder verstärkt in den Fokus und insgesamt konnte eine wieder zunehmende Risikoaversion beobachtet werden. Zudem ebbte der "EZB-Effekt" ab. Der zur Beurteilung relevante V-DAX kletterte von 15,21 auf 15,28 und notiert damit weiter über der 100-Tagelinie. Zudem zeichnet sich ein kurzfristiges Kaufsignal durch eine Kreuzung des 21-Tagedurchschnitts ab. Die Kursgewinne bei den sogenannten "safe haven", wie beispielsweise beim Gold, lieferten zudem Hinweise auf des Marktsentiment. Offensichtlich sind viele Marktteilnehmer nicht von der Nachhaltigkeit des vollzogenen Aufwärtsimpulses überzeugt.
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Aktuell liefern die Chartbilder des DAX auf Basis verschiedener Zeitfenster widersprüchliche Signale. Während sich die kurzfristige Konstellation zuletzt aufhellte, überwiegen im Langfristchart noch immer die Risiken. Diese These wird von mehreren Faktoren untermauert. Zu nennen ist der CCI im neutralen Bereich sowie der auf eine obere Wendeformation folgende Abwärtsimpuls, welcher von vergleichsweise ausgeprägten, oberen Schatten an den jeweiligen Monatskerzen begleitet wurde.