DAX, Ausbruchsversuch noch ohne Erfolg
08.09.2017 - 09:03:03 Uhr
Helaba
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Der DAX legte auch am Donnerstag weiter zu. Es fällt jedoch nicht leicht zu verstehen, warum die zuletzt hoch gewichteten, geopolitischen Sorgen in Verbindung mit dem Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA, am Markt derzeit kaum eine Rolle mehr spielen. Oder ist es nur eine Art Ruhe vor einem neuen Sturm? Denn die weiteren Entwicklungen bleiben schwer vorhersehbar, auch wenn der Präsident Südkoreas davon ausgeht, dass es keinen Krieg mit Nordkorea geben wird. Auch überraschend ist das "Irma", der Hurrikan welcher als der Stärkste der letzten 100 Jahr gilt, kaum positive Effekte auf den Ölpreis hatte.
Mit einem weiteren Schlusskurs hat der DAX gestern seinen Sprung über die 21-Tagelinie nochmals untermauert. Darüber hinaus zeigte sich, dass die Widerstandszone von 12.296/12.380 Zählern ihre Wirkung entfalten konnte. In diesem Bereich finden sich die 55-Tage- und 144-Tagelinie, ein Swing Level, die Begrenzung der Ichimokuwolke, ein Fibonacci-Retracement, der Durchschnitt der "lowest lows" der letzten 144 Perioden sowie ein Multi Average. Auch das ehemalige Allzeithoch aus dem April 2015 (12.390) befand sich in der Nähe des aktuellen Kursniveaus. Insofern überrascht es nicht, dass ein Ausbruchsversuch zunächst nicht von Erfolg gekrönt war. Vielmehr wurde an der Tageskerze ein sehr langer, oberer Schatten ausgebildet, welcher zeigt, dass der weitere Spielraum nach oben zunächst begrenzt sein sollte.
"DAX schwimmt sich frei - etwas".
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