Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf den US-Index S&P500:
Während sich Anleger hierzulande mit der klassischen Sommerkorrektur konfrontiert sehen, präsentiert sich der S&P 500® unverändert von seiner stressresistenten Seite. Dabei gibt es derzeit genügend negative Argumente. Zunächst ist an dieser Stelle die belastende Saisonalität Stichwort: US-Präsidentschafts- bzw. Dekadenzyklus ins Feld zu führen.
Aber auch die Indikatorenkonstellation hat es in sich. So notieren RSI und MACD auf Monatsbasis auf historisch hohen Niveaus. Im Wochenbereich bilden beide Indikatoren seit dem 1. Quartal 2017 negative Divergenzen aus, indem die letzten Verlaufshochs nicht mehr durch entsprechende Indikatorenpendants bestätigt wurden. Trotz dieser Negativfaktoren bleibt (bisher) dennoch ein charttechnischer Sell-Trigger aus.
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Für ein erstes Warnsignal würde in diesem Zusammenhang ein Bruch des Aufwärtstrends seit April 2017 (akt. bei 2.426 Punkten) sorgen. Als noch schwerwiegender wäre u. E. ein Rebreak des alten Rekordstands bei 2.401 Punkten einzustufen, welches den Boden für eine Belastungsprobe der 200-Tages-Linie (akt. bei 2.358 Punkten) bereiten dürfte.