Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nachdem der deutsche Aktienmarkt in Folge des wieder aufflammenden Konflikts mit Nordkorea am Dienstag deutlich Federn lassen musste, kam es gestern zunächst zu einer Erholung. Im weiteren Verlauf wurden Teile der Kursgewinne jedoch wieder abgegeben. Insofern kann unterstellt werden, dass es sich lediglich um eine technische Reaktion handelte und grundsätzlich tiefere Kursniveaus ins Kalkül gezogen werden müssen. Die gestern zu beobachtenden, relativ geringen Handelsumsätze sowie weiter Richtung Süden gerichtete Indikatoren unterstützen diese These.
Anzeige
Mit etwas Phantasie könnte man in die beiden letzten Tageskerzen des DAX ein kleines Doppeltop hineininterpretieren. Insgesamt zeigt sich, dass die Kraft für weitere, deutliche Kursgewinne derzeit fehlt. Sowohl der Widerstand bei 12.004 als auch bei 12.031 Zählern konnte auf Schlusskursbasis nicht überwunden werden. Die bereits erwähnten, unterdurchschnittlichen Handelsumsätze sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. Insofern gilt es weiterhin den Blick nach unten zu richten, denn bis zur 200-Tagelinie (11.975) ist es vom derzeitigen Kurslevel nicht weit. Das temporäre Unterschreiten des vielbeachteten Durchschnitts am Dienstag zeigte bereits die vorhandenen Beschleunigungseffekte des Abwärtsimpulses.