Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nachdem der deutsche Blue Chip-Index noch vor drei Wochen ein neues Allzeithoch bei 12.950 Punkten hatte etablieren können, zeigte sich im weiteren Verlauf der Übergang zu einer deutlichen Konsolidierungsbewegung. Zu Beginn der vergangenen Woche stand dann zunächst eine Stabilisierung auf der Agenda. Diese konnte dem DAX jedoch keine nachhaltigen Impulse verleihen.
Die charttechnische Unterstützungszone zwischen 12.390 und 12.325 Punkte bleibt hierdurch unverändert umkämpft. Dieses Niveau als Unterstützungszone wird gespeist durch das ehemalige Jahreshoch vom April 2015 um 13.390 Punkte, dem Bewegungshoch von Anfang April bei 12.375 Punkten und dem 61,8%-FibonacciRetracement der letzten aufwärts gerichteten Kursentwicklung von April bis Juni um 12.325 Punkte. Gelingt es somit im weiteren Verlauf nicht, diese Unterstützungszone zu verteidigen ergeben sich unter charttechnischen Gesichtspunkten fortgesetzte Kursrisiken bis in den Bereich um 11.940 Punkte.
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Interessant ist dabei eine intermarket-technische Betrachtung der Finanzmärkte. Zusammen mit der schwachen Aktienkursentwicklung zeigt sich zugleich auch eine negative Kursentwicklung sowohl am Rentenmarkt als auch bei den Edelmetallen. Die damit abzuleitende Erhöhung der Bargeldbestände sollte somit erneut einen erhöhten Anlagenotstand auf Seiten der Investoren dokumentieren. Auch unter der zeitlichen Komponente erscheint uns gegenwärtig das Szenario der Ausbildung eines übergeordneten Topbildungsprozesses am Aktienmarkt verfrüht. Wir gehen daher weiterhin davon aus, dass sich die Bullen noch einmal am Markt durchsetzen können und dem DAX zumindest eine Bewegung in Richtung des Allzeithochs um 12.950 Punkte gelingen sollte.