Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Erneut unter einen deutlichen Abgabedruck geriet gestern insbesondere am Vormittag der deutsche Blue Chip-Index. Eine insgesamt stabile Wall Street ließ dann jedoch im weiteren Verlauf die Verkäufe am Markt abebben. Die charttechnische Unterstützungszone zwischen 12.390 und 12.325 Punkte bleibt damit unverändert umkämpft.
Nach den deutlichen Gewinnmitnahmen seit über zwei Wochen gelingt gegenwärtig nicht der Abschluss der laufenden Konsolidierungsbewegung. Im Gegenteil: Mit den Zukäufen zu Beginn der Woche stellt sich bis dato nur eine Gegenbewegung im kurzfristig unverändert intakten Abwärtstrend dar. Gelingt es somit im weiteren Verlauf nicht, den unteren Bereich der Unterstützungszone um 12.325 Punkte zu verteidigen (dem 61,8%-Fibonacci-Retracement der aufwärts gerichteten Kursentwicklung von April bis Juni), ergeben sich unter charttechnischen Gesichtspunkten fortgesetzte Kursrisiken bis in den Bereich um 11.940 Punkte.
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Im Hinblick auf die zunehmende zyklentechnische Gefahr der Ausbildung eines übergeordneten Topbildungsprozesses am Aktienmarkt (idealtypisch erst gegen Ende Juli bzw. Anfang August) wären fortgesetzte Kursverluste beim DAX dann als ein erster Schritt zur Bildung einer potenziellen Trendumkehr zu betrachten. Unter der zeitlichen Komponente erscheint uns dieses Szenario jedoch verfrüht. Somit gehen wir weiterhin davon aus, dass sich die Bullen noch einmal am Markt durchsetzen können und der DAX zumindest eine Bewegung in Richtung des Allzeithochs um 12.950 Punkte generieren sollte.