Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nachdem zum Wochenanfang der deutsche Blue Chip-Index seine deutlich "überverkaufte" Situation nutzen und eine Stabilisierungsbewegung hatte etablieren können, fehlten gestern feiertagsbedingt die Impulse von Seiten der Wall Street (Independence Day). Nach einer anfänglich schwächeren Tendenz zur Eröffnung pendelte sich der DAX im Bereich des Schlusskurses vom Montag ein.
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Mit Blick auf den gestrigen Handel ist als wesentlich festzuhalten, dass das im kurzfristigen Kontext wichtige Bewegungshoch von Anfang April bei 12.375 Punkten nicht wie am Freitag unterschritten wurde. Diese Unterstützung sollte als Bollwerk betrachtet werden, nicht weiter nach unten durchgereicht zu werden. Auf Basis der am Montag gelungenen Rückeroberung der Unterstützung ergeben sich somit wiederum gute Chancen, zumindest eine Bewegung in Richtung des Allzeithochs um 12.950 Punkte zu generieren.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Betrachtung der relativen Entwicklung des deutschen gegenüber dem US-amerikanischen Aktienmarkt. Zusammen mit dem festen Euro etablierte sich seit Mitte Mai eine "Relative Schwäche"Entwicklung vom DAX (Kursindex) gegenüber dem S&P 500 Index. Mit der schwächeren Tendenz des Euros in den vergangenen zwei Handelstagen und dem Erreichen eines neuen Allzeithochs beim Dow Jones Index am Montag ergibt sich aktuell durchaus eine gute Chance, dass der DAX einen Übergang zu einer besseren Performance gegenüber dem US-Aktienmarkt herausbilden kann.