Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei IG Markets berichten von deren aktuellen Blick auf den Verlauf des deutschen Aktienbarometers DAX:
EZB-Chef Mario Draghi hatte mit seinen Äußerungen an den Finanzmärkten für ordentlichen Wirbel gesorgt. Gestern versuchte sich die Europäische Zentralbank in Schadensbegrenzung. Der oberste Währungshüter sei missverstanden worden. Letztendlich war der Schaden höher als der Nutzen. Der deutsche Leitindex konnte die Kursverluste zum Großteil wettmachen.
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Das 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 12.602 Punkten wurde gestern zeitweise unterschritten. Am Ende des Börsentages schloss der DAX nicht nur darüber, sondern näherte sich sogar wieder der Unterseite der Trading Zone bei 12.660/12.662 Zählern. Eine baldige Rückkehr in die Seitwärtsphase wäre durchaus hilfreich. Aufhellen würde sich die charttechnische Situation jedoch erst oberhalb der besagten Schiebezone. Dreht das heimische Börsenbarometer wieder gen Süden, müsste mit einem Rückgang bis zum ehemaligen Zwischenhoch bei 12.484 Punkten Ende April gerechnet werden.
Vorbörslich sieht es nach einer Erholung aus. Wir sehen den DAX zur Stunde bei 12.704 Punkten und somit wieder in der erwähnten charttechnischen Schiebezone. Der Euro wird knapp unterhalb der Marke bei 1,14 USD gehandelt. Auch beim Ölpreis der Sorte WTI geht es momentan weiter aufwärts. Die Notierungen rücken vor in Richtung des Widerstands bei 46,40 USD je Barrel.