Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Mit einer erneuten Abwärtskurslücke startete der DAX® gestern in den Handelstag und stellte damit die Weichen für eine negative Tagesperformance. Auf Schlusskursbasis verblieb ein Minus von 100 Indexpunkten. Dadurch wurde zwar die 38-Tages-Linie (akt. bei mit 12.712 Punkten) unterschritten, ein Abgleiten unter das jüngste Verlaufstief (12.621 Punkte) und damit die Komplettierung einer kleinen Toppformation konnte aber gerade noch vermieden.
Findet die alte Bauernregel des Siebenschläfer-Tages für das Wetter "Das Wetter am Siebenschläfer-Tag noch sieben Wochen bleiben mag" indes auch am Aktienmarkt seine Anwendung, müssen sich Anleger im Juli und August eher mit der Unterseite auseinandersetzen. Hier würde vor allem ein Fall unter die alten Ausbruchsmarken bei 12.391/76 Punkten wohl zusätzliches Negativpotential freisetzen, zumal in diesem Bereich derzeit auch der Aufwärtstrend seit Februar (akt. bei 12.386 Punkten) verläuft.
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Neue Kursimpulse für die Aktienbullen ergeben sich dagegen erst oberhalb des in der vergangenen Woche erzielten Allzeithochs (12.952 Punkte). Stochastik und MACD sind an ihren jeweiligen Triggerlinien abgeprallt ("bullish failure") und mahnen somit vor weiteren Rücksetzern, so dass sich Anleger derzeit in Zurückhaltung üben sollten