Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei IG Markets berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Mario Draghi, Chef der EZB, hat den Anlegern gestern ordentlich die Laune vermiest. Mit den Worten "graduelle Anpassung" hinsichtlich der künftigen Geldpolitik sorgte der oberste Währungshüter in der Eurozone für mitunter deutliche Kursabschläge auf dem Frankfurter Börsenparkett. Infolge der Äußerungen aus dem sonnigen Portugal sprang der Euro an und notierte zeitweise oberhalb der Region bei 1,13 USD. Dies belastete den deutschen Leitindex zusätzlich.
In den vergangenen Handelstagen konnte der DAX den seit Anfang Februar intakten Aufwärtstrend verteidigen. Gestern war der Abgabedruck jedoch zu groß. Die genannte Chartmarke musste preisgegeben werden. Allerdings ist auf die Unterseite der Trading Zone bei 12.662/12.660 Punkten Verlass. Diese Unterstützung sollte nach Möglichkeit auf Schlusskursbasis nicht unterschritten werden. Ansonsten könnte dies der Startschuss für eine Korrektur sein. Erste Anlaufstelle wäre die steigende einfache 50-Tage-Durchschnittslinie bei momentan 12.637 Zählern, die bereits auf Intraday-Basis annähernd erreicht wurde. Die nächste charttechnische Unterstützung ist im Tageschart bei 12.484 Punkten zu finden.
Anzeige
Vorbörslich sieht es heute nach weiteren Kursabschlägen aus. Zur Stunde sehen wir den DAX bei 12.603 Punkten und somit um 0,5% unter dem Wert des Vortages. Grund für die schwache Handelseröffnung ist die Wall Street. Die Verschiebung der Entscheidung über die Abschaffung von Obamacare sorgte für ein Minus bei Dow Jones & Co.