DAX mit mustergültigem Wendemuster
21.06.2017 - 10:28:07 Uhr
Helaba
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Angesichts immer neuer Rekordstände beim DAX erscheint es ratsam, etwas hinter die Kulissen zu schauen. Auf Basis eines Trendfolgeansatzes (auf Tagesbasis) befinden sich aus DAX und M-DAX zusammen insgesamt 44 Titel im Long-Modus. Davon sind 30 Anteilsscheine weniger als drei Prozent vom 52-Wochenhoch entfernt. 30 Prozent der DAX-Werte notieren unterhalb der für den mittelfristigen Trend relevanten 55-Tage-Linie. Alles in allem überraschen diese Auswertungen etwas, würde man doch annehmen, dass die Bilanz angesichts der erreichten Rekordmarken sehr viel eindeutiger (positiver) ausfällt. Daran, dass dies nicht der Fall ist wird deutlich, dass lediglich wenige Aktien die Performance liefern. Auf Sicht von einem Monat haben E.ON (+22,5 %), RWE (+17 %) und die Lufthansa (+14,1 %) recht deutlich die Nase vorn. Die auf dem vierten Rang folgende Deutsche Börse (+9,3 %) weist bereits einen größeren Abstand auf.
Kommen wir auf den DAX und insbesondere auf die kurzfristige Konstellation im 4-Stundenchart zu sprechen. Dort hat sich gestern ein nahezu mustergültiges Wendemuster abgezeichnet. Dies könnte in den kommenden Tagen, insbesondere unter dem Aspekt, dass auf den heutigen Tag der bereits mehrfach erwähnte große "Gann-Tag" (Ende eines Preis- und Zeitzyklus) entfällt, eine zentrale Rolle spielen. Auch das Scheitern des deutschen Leitindexes an der oberen Begrenzung des Regressions-Channels (auf Monatsbasis) im Bereich von 12.931 Zählern auf Tagesschlusskursbasis ist bemerkenswert. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Trends auf allen Zeitebenen weiter nach oben zeigen, jedoch verstärkt Anzeichen wahrzunehmen sind, welche auf eine zunehmende Erschöpfung des laufenden Impulses hindeuten. Als handfeste Verkaufssignale können diese noch nicht gewertet werden, als eine Art Warnsignal, für eine nicht idealtypische technische Konstellation, sind sie jedoch recht wertvoll. Unterstützungen für den DAX finden sich heute bei 12.764, 12.733, 12.680 und 12.646 Zählern. Widerstände lassen sich bei 12.819, 12.841, 12.878 und 12.917 Punkten definieren.
"DAX und die "Mauer der Angst"".
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