DAX vor großem Gann-Tag
19.06.2017 - 10:02:39 Uhr
Helaba
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Die Tageskerzen beim DAX liefern derzeit ein widersprüchliches Bild. Zunächst folgte auf einen sogenannten "gravestone doji" eine ausgeprägte Abwärtskerze, diese fungierte als negative Bestätigung. Am Freitag wurde ein "bullish harami" ausgebildet, welches leichte Zweifel an der vermeintlichen Wendeformation nach sich zog. Insgesamt wird deutlich, dass der DAX derzeit nicht so recht weiß, was er will.
Diese Unsicherheiten werden erst geringer, sofern es dem Index gelingen sollte, sich von der Schiebezone zwischen 12.600 bzw. 12.900 Zählern deutlich abzusetzen. Auf der einen Seite sind die übergeordneten Trends weiter nach oben gerichtet, auf der anderen Seite zeigen sich eine Reihe von Schwächeanzeichen wie beispielsweise negative Divergenzen und eine schwache Bewegungsdynamik.
In dieser Woche steht ein "großer Gann-Tag" (21.06.) auf der Agenda, in dessen Nähe es häufig zur Ausbildung markanter Konstellationen kommt. In der näheren Vergangenheit kam es verstärkt zu prozyklischen Impulsbewegungen, ob dies auch aktuell der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Erinnert sei an dieser Stelle auch nochmals an die markante Widerstandsmarke im Bereich von 12.925 Zählern, hergeleitet über eine Regressions-Projektion im Monatschart.
Einmal unterstellt, der Ausbruch nach oben gelingt nicht, hätte der DAX im Sinne einer "Mean Reversion" mittelfristig Potenzial in Richtung von 11.800 Punkte abzurutschen. Aber wie gesagt, dazu fehlen derzeit noch handfeste Argumente. Kurzfristig relevante Supports lassen sich bei 12.733, 12.681, 12.620 und 12.592 Zählern definieren. Auf der Oberseite wirkt die Instantaneous Trendline (12.813) als erster Widerstand. Weitere finden sich bei 12.841, 12.878 und 12.895 Punkten.
"DAX, Bullen und Bären - die Pattsituation".
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