Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Während die US-Aktienmärkte vergangene Woche wieder auf Rekordjagd gingen u. a. Dow Jones und S&P 500 erreichten neue Allzeithochs war beim deutschen Leitindex zunehmend die Luft raus. In die Knie gezwungen wurde der DAX® dabei vornehmlich durch die Parallele (akt. bei 12.720 Punkten) zum Aufwärtstrend seit Februar, die sich bis zum Hoch vom Mai 2016 erstreckt.
Ein potentieller Ausbruch über diese Trendlinie scheint kurzfristig kein Thema mehr zu sein, die Ausprägung eines neuen Rekordhochs rückt damit auf der Agenda zunächst nach hinten auch weil die technischen Indikatoren zur Vorsicht mahnen. So weist u.a. der MACD auf Tagesbasis ein Ausstiegssignal aus.
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Auf der Unterseite gilt damit nun das Augenmerk der Unterstützungszone aus 38-Tages-Linie (akt. bei 12.452 Punkten), dem zyklischen Tief von Ende April (12.414 Punkte), dem markanten Hoch von 2015 bei 12.391 Punkten sowie dem Hoch von Anfang April bei 12.376 Punkten. Ein Rutsch unter diesen Bereich würde eine kleine Toppbildung zum Abschluss bringen.
Das in diesem Fall freigesetzte Abschlagspotential von rund 400 Punkten dürfte den DAX® bis zum Aufwärtstrend seit Anfang 2017 (akt. bei 12.184 Punkten) führen, wo dann über die Frage "kurzfristige Atempause" oder "längerfristige Korrektur" entschieden wird.