DAX, günstige Charttechnik
29.05.2017 - 10:15:22 Uhr
DZ BANK
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nach einem durchwachsenen Handel bereits zu Christi Himmelfahrt tat sich der deutsche Blue Chip-Index auch am Freitag schwer. Die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die in Richtung einer Erhöhung von Handelsbarrieren deuteten, lasteten auf dem hiesigen Handelsgeschehen. So näherte sich der DAX seinem am 18. Mai markierten Konsolidierungstief (12.490 Pkt.) erneut an.
Das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer befindet sich nunmehr seit Mitte Mai im Konsolidierungsmodus. Im kurzfristigen Kontext zeigt sich dabei ein deutlicher Rückschlag in der Entwicklung der "relativen Stärke" gegenüber den US-Pendants. Während letztere wieder Fahrt aufnehmen, stagniert der DAX. Dennoch sehen wir derzeit keinen Grund, von einem positiven Szenario abzurücken: Die laufende Konsolidierungsbewegung findet immer noch auf einem "komfortabel hohen" Niveau statt nämlich oberhalb des 38,2%-Fibonacci-Retracements des April-Aufwärtstrends bei 12.500 Punkten, so dass an dessen Gültigkeit nicht gerüttelt werden kann.
Auch die neben der Charttechnik stehenden Rahmenbedingungen gestalten sich nach wie vor günstig: Sowohl der zyklische Rückenwind als auch die zu große Vorsicht unter den Marktteilnehmern stellen für den deutschen Blue Chip-Index Pluspunkte dar. Es fehlt allein das entsprechende Trend folgende Preissignal.
Der DAX sollte sich nach fast zwei Wochen der Schwäche allmählich wieder nach oben orientieren können und erneut sein letztes Bewegungshoch bei 12.842 Punkten einem Test unterziehen. Gelingt im weiteren Verlauf ein nachhaltiges Überwinden, eröffnete sich ein direktes Anschlusspotenzial bis 13.060 Punkte (161,8%Fibonacci-Retracement der laufenden Konsolidierungsbewegung).
"DAX vor "Mauer der Angst"".
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