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DAX vor „Mauer der Angst“


24.05.2017 - 09:16:06 Uhr
DZ BANK

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:

Nach schwächerer Eröffnung fanden sich gestern schnell wieder Käufer, die den deutschen Blue Chip-Index erneut an die 12.700 Punkte-Marke trieben. Ab dem frühen Nachmittag versiegte die Nachfrage jedoch, so dass der Markt seine bis dahin aufgelaufenen Tagesgewinne nicht behalten konnte.

Auch wenn sich nach dem leichten Kurseinbruch der vergangenen Handelswoche noch kein neuer dynamischer Nachfrageimpuls durchgesetzt hat, so bleibt das positive Chartbild bestehen. Die Konsolidierung lief lediglich bis ans 38,2%-FibonacciRetracement des laufenden Aufwärtstrends vom 20. April bei 12.500 Punkten, so dass der Haupttrend bis dato ungefährdet ist.

Es besteht daher eine überdurchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass dieser fortgesetzt werden wird. Neben der günstigen Chart- und der konstruktiven Markttechnik ist aktuell auch von der Stimmungsseite her der Nährboden für einen weiter steigenden Markt vorhanden.

Die jüngste sentix-Befragung signalisiert eine ordentliche Portion Pessimismus im Markt – so wie sie eigentlich an Tiefpunkten typisch ist. Die Put/Call-Ratio für die DAX-Indexoptionen stößt ins gleiche Horn: Zuletzt hatten wir hier die starke Neigung zu Absicherungen gegenüber fallenden Kursen gesehen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX eine "Mauer der Angst" klettern wird, höher, als dass eine signifikante Korrektur auftreten wird. Das nächste Etappenziel auf der Oberseite lässt sich bei 13.060 Punkten ableiten (161,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierungsbewegung aus der vergangenen Woche).

"DAX, neue Allzeithochs?".

Lesen Sie auch den Artikel der Helaba-Experten "DAX, die Richtungssuche" sowie den Artikel "DAX mit abnehmender Trendstärke" und "Bund-Future, Momentum mahnt zur Vorsicht".

Verpassen Sie nicht die Artikel "DAX ist in der Schiebezone" und "Euro (EUR/USD), reif für eine Korrektur" und die Analyse "DAX, "Im Zweifel für den Angeklagten"". (24.05.2017/dc/a/i)



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