DAX, der Blick nach unten
18.05.2017 - 09:30:11 Uhr
Helaba
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Mehrfach haben wir an dieser Stelle verschiedene, nicht idealtypische Punkte, wie beispielsweise die negativen Divergenzen oder die schwache Umsatzentwicklung, beim Erreichen der neuen Rekordstände angesprochen. Zudem verdeutlichten Vola-Werte (V-DAX) mit einem Wert von 12,32 eine gewisse Sorglosigkeit der Marktteilnehmer.
Neue Erkenntnisse im Sinne von Impulsen gab es nicht und damit erschien ein Rücksetzer fast unvermeidlich. Diesen gilt es nun zu bewerten. Insbesondere der Rutsch unter die Strukturmarke von 12.730 Zählern ist ebenso bemerkenswert wie der Schlusskurs unterhalb einer Fibonacci-Fanline, eines Retracements, der oberen Begrenzung des Price-Range-Channels und vor allen der Regressionslinie. Insofern gilt es, die Blicke weiter nach unten zu richten. Weitere Supports finden sich bei 12.567 (Instantaneous Trendline), 12.506 (21-Tagelinie), 12.498 (Strukturprojektion) sowie bei 12.427 Zählern (Multi-Average).
Sollte der DAX in die skizzierte Regionen abrutschen, was durchaus vorstellbar ist, wäre der tertiäre Aufwärtstrend gefährdet. Die für den mittelfristigen Trend relevante 55-Tagelinie verläuft aktuell bei 12.232 Zählern.
Der Spielraum auf der Oberseite, sollte auch mit Blick auf die Konstellation in den Monatscharts, sowie der Wendeformation auf Tagesbasis (auf einen "hanging man" folgte ein Doji sowie eine weitere Abwärtsbestätigung) zunächst begrenzt bleiben.
"DAX hat Konsolidierungsbedarf".
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