Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Einen insgesamt recht schwankungsintensiven Handelstag legte der deutsche Blue Chip-Index gestern hin. Nach einer schwächeren Eröffnung setzten recht zügig erste Zukäufe am Markt ein, die jedoch im Zuge einer negativen Wall Street am Nachmittag wieder konterkariert wurden. Das letzte Reaktionstief im laufenden kurzfristigen Aufwärtstrend um 12.660 Punkte wurde dabei bereits durchbrochen.
Obwohl der DAX jeweils ein neues Bewegungs- bzw. Allzeithoch am Montag und Dienstag herausgebildet hatte, etablierte sich damit im weiteren Verlauf keine Anschlussnachfrage. Diese Ermüdungserscheinung im Aufwärtstrend wird zugleich auch auf Basis der Candlestick-Technik bestätigt. Die Herausbildung einer "Hanging Man"-Tageskerze am Montag bzw. eines "Tweezer"-Tops mit den beiden Tageskerzen vom Montag und Dienstag deuteten bereits einen fortgesetzten Konsolidierungsbedarf an.
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Unverändert gilt dabei, dass fortgesetzte Gewinnmitnahmen, die oberhalb des 38,2%-Fibonacci-Retracements des kurzfristigen Aufwärtstrends um 12.500 Punkte verbleiben, als günstig für den weiteren Kursverlauf beim DAX zu interpretieren sind. Im kurzfristigen Kontext sollte jedoch im Bereich des "Minimal-Korrekturrisikos" um 12.500 Punkte ein Boden gefunden werden. Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde die Dynamik des laufenden Aufwärtstrends erheblich schwächen. Die nächste wesentliche Unterstützung wäre dann erst wieder mit dem Bewegungshoch von Anfang April um 12.375 Punkte gegeben.