DAX, das Risiko von antizyklischen Shorts
10.05.2017 - 09:21:32 Uhr
DZ BANK
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Auch gestern setzte sich der dynamisch intakte Aufwärtstrend beim deutschen Blue Chip-Index mit der Etablierung eines neuen Allzeithochs um 12.783 weiter fort. Unverändert zeigt sich dabei nach dem für die internationalen Aktienmärkte günstigen Ergebnis der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen eine positive "Relative Stärke"-Entwicklung gegenüber dem US-amerikanischen Aktienmarkt.
Auch wenn am Nachmittag erneut Gewinnmitnahmen einsetzten, verlieben diese analog zum Vortag auf einem hohen Niveau, wodurch eine breiter gefasste "Sell on good News"-Reaktion zum wiederholten Male ausblieb.
Obwohl aktuell eine kurzfristig deutlich "überkaufte" Situation zu erkennen ist, stellt sich insgesamt ein dynamisch intakter Aufwärtstrend beim DAX dar, der damit "antizyklische" Short-Positionierungen als äußert risikobehaftet beschreibt. Die oberste Prämisse der technischen Analyse lautet, dass man sich nicht gegen einen laufenden Trend stellen sollte.
Aus einer mittelfristigen Perspektive heraus kann dem wichtigsten deutschen Aktienmarktbarometer im "charttechnisch widerstandsfreien Raum" ein Kurspotenzial bis etwa 13.300 Punkte zugeschrieben werden. Da gerade im Hinblick auf die Zyklik in den kommenden Wochen mit Rückenwind für die internationalen Aktienmärkte zu rechnen ist, muss das o.g. Kurspotenzial dabei als recht konservativ betrachtet werden. Auf Basis des Investmentkaufsignals (Herausbildung eines neuen Allzeithochs) und mit Blick auf die Konsolidierung von 2015 bis 2016 ist sogar ein Kurspotenzial bis 14.670 Punkte (dem 161,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierung) abzuleiten.
Beachten Sie auch die Analyse der DZ BANK-Analysten zum deutschen Leitindex "DAX, "sell on good News"".
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" und "Euro (EUR/USD), das mögliche Ziel" und die Analyse "DAX, der Blick auf die alten Ausbruchsmarken". (10.05.2017/dc/a/i)
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