DAX, der Dekadenzyklus
24.04.2017 - 09:36:44 Uhr
DZ BANK
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Trotz günstiger Vorgaben aus dem US-Späthandel vom Donnerstag eröffnete der DAX am Freitag nur marginal im Plus. Dieser tat sich auch im weiteren Verlauf zunächst schwer, konnte am Nachmittag aber immerhin etwas fester tendieren. Neue Erkenntnisse ergaben sich dadurch nicht.
Im Rahmen seiner laufenden Konsolidierungsphase, welche aus charttechnischer Sicht bereits einen eigenständigen abwärts gerichteten Tertiärtrend darstellt, konnte der deutsche Blue Chip-Index seine zuvor "überverkaufte" Lage nutzen und eine Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion initiieren. Diese lief im Tageshoch am Freitag genau an die unterschrittene untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals von Anfang Februar heran, aus dem der Index zuvor herausgefallen war. Bis dato handelt es sich demnach nur um eine "pull back"-Bewegung an eine ehemalige Unterstützungslinie, die nun als Widerstandslinie fungiert. Der Beginn eines neuen mittelfristigen Aufwärtsimpulses ließe sich erst ableiten, wenn die laufende Konsolidierung, die eine potenzielle "Flagge" darstellt, nach oben aufgelöst würde. Dies wäre bei nachhaltigen Kursen oberhalb des Tageshochs vom Freitag (12.090 Pkt.) der Fall. Nach der Wahl in Frankreich deuten die heutigen Frühkurse für den DAX in diese Richtung.
Da der "Dekadenzyklus" sein Zwischentief auf der Zeitebene bereits durchschritten hat und von nun an wieder Rückenwind bietet, stehen die Chancen auf eine mittelfristige positive Trendfortsetzung eigentlich gar nicht schlecht. Es fehlt allein der charttechnische Stärkebeweis. Eine mit dem potenziellen Abschluss der o.g. "Flagge" verbundene Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends böte dann ein weiteres Potenzial bis zum 161,8%-Fibonacci-Retracement der "Flagge" bei 12.645 Punkten.
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