DAX, Blick auf Preis- und Zeitzyklus
21.04.2017 - 09:13:45 Uhr
Helaba
Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der Hessischen Landesbank Helaba berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Wenig Neues gibt es vom DAX-Handel zu berichten. Das Bild der letzten Tage wiederholte sich einmal mehr. Die Sorgenfalten mit Blick auf die geopolitischen Unsicherheiten, und der Wahl in Frankreich, um nur einige zu nennen, bleiben bestehen. Darüber hinaus waren Events, welche den deutschen Leitindex aus seiner Lethargie erwecken könnten, Fehlanzeige. Die Zurückhaltung der Marktteilnehmer wird sich heute fortsetzen. Erst in der kommenden Woche, wenn die ersten Ergebnisse der oben genannten Wahl vorliegen, könnte neuer Schwung in den Markt kommen. Auch von charttechnischer Seite spricht einiges für diese These. Denn am kommenden Freitag endet ein aus der Marktstruktur abgeleiteter Preis- und Zeitzyklus.
Heute stehen in den USA, u.a. die Quartalsberichte von General Electric (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,17 $ gerechnet), Honeywell (1,62), Manpower (1,11), Morningstar (0,70) und Schlumberger (0,27) auf der Agenda. Der DAX wird nahezu unverändert in den Handelstag starten.
Gestern hatte ich den Chartkommentar mit den Worten "es gibt kaum neue Erkenntnisse" begonnen. An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert. Wenngleich die Tatsache, dass der Index kurzzeitig einen Multi-Average (11.966) sowie die 55-Tage-Linie (11.957) einem erfolgreichen Test unterzogen hat, erwähnenswert ist. Zudem hat sich die Anzahl der DAX-Aktien, welche einen negativen Mittelfristtrend aufweisen, leicht von 40 auf 43 % erhöht. An verschiedenen Oszillatoren lässt sich jedoch ablesen, dass der Abgabedruck temporär nachlässt. So hat der CMO bereits nach oben gedreht, der multiple CCI bewegt sich in die Waagrechte. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass der tertiäre Trend negativ zu werten ist und insofern die Risiken auf der Unterseite höher zu gewichten sind. Insbesondere mit einem Rutsch unter die Supportzone von 11.908/11.966 Punkten würde sich das Gesamtbild nochmals deutlich eintrüben. Weitere, relevante Unterstützungen finden sich darüber hinaus bei 11.823 und 11.731 Punkten.
In den USA konnte der Dow Jones einen nachhaltigen Austritt aus der Ichimoku-Wolke zunächst verhindern. Das Tageshoch wurde im Bereich der 21- und der 55-Tage-Linie ausgebildet. Nicht zuletzt deshalb geht die laufende Richtungsentscheidung weiter. Gleiches trifft auch auf den S&P 500-Index zu.
Beachten Sie auch die Analyse der DZ BANK-Analysten zum deutschen Leitindex "DAX vor kurzfristiger "Ausverkaufssituation"?".
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