Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Nach einem schwächeren Start in den Handel mit "Gap" (Kurslücke) erholte sich der deutsche Blue Chip-Index recht rasch und konnte die zuvor gerissene Kurslücke schließen. Im weiteren Verlauf lief dieser dann von unten an die am Dienstag unterschrittene charttechnische Unterstützung um 12.050 Punkte, jetzt Widerstand, heran, konnte diese Marke aber nicht zurückerobern.
Auch mit dem gestrigen Handelsgeschehen ändert sich die charttechnische Gesamtsituation nicht wesentlich: Einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend (höhere Bewegungshochs und Reaktionstiefs) steht im kurzfristigen Kontext eine Konsolidierungsbewegung gegenüber, die ihren Abschluss noch nicht gefunden hat. Das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer leidet darunter, aus dem (flach verlaufenden) Februar-Aufwärtstrendkanal herausgefallen zu sein. Ohne Rückeroberung wichtiger Marken (in einem ersten Schritt 12.050, in einem zweiten 12.245 Punkte) setzt sich der Konsolidierungsmodus zunächst weiter fort. Die charttechnischen Rückschlagsrisiken belaufen sich dabei auf den Bereich des letzten Reaktionstiefs im mittelfristigen Aufwärtstrend bei 11.850 Punkten.
Anzeige
Das "Problem" stellt dieser Tage insbesondere die latent niedrige CBOE-Put/CallRatio in den USA dar. Diese damit zum Ausdruck gebrachte Gelassenheit unten den Marktteilnehmern spricht dafür, dass es an der Wall Street durchaus noch zu einer kurzfristigen "Ausverkaufssituation" kommen könnte, bevor der Markt "unten" ist. Investoren sollten sich daher mit dem Wiedereinstieg in den Aufwärtstrend noch gedulden auch wenn ein lokaler Tiefpunkt an den Märkten insbesondere auf der Zeitebene (Basis ist hier der "Dekadenzyklus") nicht mehr allzu fern sein sollte.