Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Der DAX zeigt sich seit Beginn des Monats leicht angeschlagen. Zunehmend drängt sich die Frage auf, ob sich der deutsche Leitindex längerfristig auf den Weg gen Süden macht oder sich nur ein kurzes Kräftesammeln gönnt. Der gestrige Tag unterstützt dabei das zuletzt angeführte Szenario. So stimmt konstruktiv, dass sich der DAX® genau im Bereich der unteren Begrenzung des Ende März ausgeprägten Aufwärtsgaps bei 11.996 Punkten stabilisieren konnte. In diesem Bereich verläuft auf Stundenbasis auch die Parallele (akt. bei 11.973 Punkten) zum kurzfristigen Abwärtstrend seit Anfang April. Ein Ausbruch aus dem Trendkanal gen Süden und ein resultierender Abwärtsimpuls konnten entsprechend vermieden werden.
Anzeige
Tatsächlich stehen die Chancen nun sogar gut, dass die Aktienmarktbullen kurzfristig die o. g. Trendparallele als Sprungbrett auf der Oberseite nutzen. In diesem Fall rückt zeitnah auch ein Wiedersehen mit der oberen Begrenzung (akt. bei 12.173 Punkten) des angeführten Abwärtstrendkanals wieder auf die Agenda. Gelingt der Sprung über diese Marke, wäre aus technischer Sicht eine abwärtsgerichtete Flagge zugunsten der Bullen aufgelöst, was die Einschätzung manifestieren würde, dass es sich bei der jüngsten Schwäche lediglich um eine Atempause handelt.