Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:
Aus der zuletzt beschriebenen nicht ganz idealtypischen "Inselumkehr" konnte der DAX® gestern weiter Kapital schlagen. Zwei Dinge halten wir dabei für besonders erwähnenswert: Erstmals seit April 2015 erreichte das Aktienbarometer Notierungen oberhalb der Marke von 12.200 Punkten. Gleichzeitig unterstreicht die neuerliche Aufwärtskurslücke (12.159 zu 12.181 Punkte) die Haussetendenz der letzten Tage.
Per Saldo befinden sich die Bullen weiterhin in der besseren Ausgangslage, so dass die deutschen Standardwerte ihren Rekordstand (12.391 Punkte) von vor knapp zwei Jahren zeitnah ins Visier nehmen dürften. Die aktuelle Stimmungslage steht dieser Entwicklung nicht entgegen. Schließlich gibt es gemäß der jüngsten Sentimenterhebung der AAII mehr Bären als Bullen (37,4 % vs. 30.2%).
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Auf der Unterseite dient die Kombination aus der neuerliche Kurslücke und dem ehemaligen Jahreshoch bei 12.156 Punkten als erste Haltezone für den DAX®. Darunter markiert die untere Gapkante der beiden Vorgängerkurslücken (untere Gapkante bei 11.996 Punkten) die nächste Rückzugslinie. Unter strategischen Gesichtspunkten sollte der DAX® in Zukunft vor allem die bereits regelmäßig ins Feld geführte Bastion bei rund 11.900 Punkten nicht mehr nachhaltig unterschreiten.