Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Nach Beurteilung der Technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt haben beim MDAX kurzfristig die Bären die Nase vorn:
Dem MDAX® gelang der Ausbruch aus dem Trendkanal der seit August 2015 zu beobachtenden Aufwärtsbewegung (obere Begrenzung akt. bei 21.193 Punkten) letztlich nur temporär und der Index scheiterte an den historischen Hochständen.
Aus technischer Sicht liegen die Risiken für das Aktienbarometer dadurch kurzfristig auf der Unterseite, da unter anderem der MACD ein frisches Verkaufssignal geliefert hat und das Schnittmuster des Stochastik bereits seit vergangener Woche im Zeichen der Bären steht. Auf Wochenbasis könnte das Kerzenmuster in der aktuellen Woche auf ein "bearish engulfing" hinauslaufen, was das Abwärtsrisiko nochmals unterstreichen würde.
Die nächste Unterstützung findet der MDAX® in Form des Ende Oktober entstandenen Gaps (untere Kante bei 20.437 Punkten). Danach rückt eine massive Haltezone zwischen 20.205 und 20.090 Punkten in den Fokus, die durch die 200-, 90- und 38-Tages-Linie sowie mehrere Tiefpunkte aus dem laufenden Jahr definiert wird. Für bestehende Longpositionen bietet sich die o. g. Zone als Absicherung an: Sollte das Aktienbarometer an dieser robusten Marke keinen Halt finden, ist mit einem Test der unteren Begrenzung des o. g. Trendkanals (akt. bei 19.431 Punkten) zu rechnen.
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Um einen Angriff auf den bisherigen Rekordstand von April 2015 (21.649 Punkte) zu starten, müsste zunächst die obere Begrenzung des o. g. Trendkanals durchbrochen werden.