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Analysen - Renten
08.02.2010
Bund-Future, Vorsicht vor einem Fehlsignal
animusX

www.derivatecheck.de

Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Thomas Theuerzeit, Herausgeber von animusX, berichtet von der aktuellen Sentimentbewertung beim Bund-Future (FGBL).

Die Entscheidung sei gefallen. Der Bund-Future sei über das alte Hoch bei 123,87 ausgebrochen und habe dynamisch zugelegt. Damit habe er ein prozyklisches Kaufsignal in Richtung 126er Level aktiviert. Die vergangene Woche sei demnach abermals ein Schuss vor den Bug der Bären gewesen. Obwohl es bis Mittwoch nicht danach ausgesehen hätte, hätten die Bullen ab 123 mit aller Kraft gekontert. Die weiße Wochenkerze mit ihrer längeren Lunte beeindrucke sehr. Ohne Wenn und Aber habe der Bund-Future das Hoch bei 123,87 geknackt. Die "Make or Break- Situation" sei entschieden. Ob es ein nachhaltiger Bruch gewesen sein könnte, werde sich zeigen, denn zum Wochenschluss seien die ersten Gewinnmitnahmen gekommen. Formaltechnisch aber lasse der Bruch Kurse bis in den Bereich von 126 Punkten erwarten. Wie bereits letzte Woche angedeutet, wäre ein Fehlsignal an dieser wichtigen Schlüsselmarke eine klare Ansage der Bären, "bis hierhin und nicht weiter".

Eine schnelle und dynamische Korrektur müsste einkalkuliert werden. Auf der Unterseite unterstützten jetzt die alte Widerstandsmarke bei 123,87 und danach der 38-Tagedurchschnitt bei 122,76. Noch weiter tiefer ginge es dann um die untere Aufwärtstrendlinie bei 121,68. Die Markttechnik auf Wochenbasis stelle sich weiterhin ambivalent dar. Die stochastischen Indikatoren seien deutlich in ihre obere Extremzone vorgedrungen. Von dieser Seite werde die Luft wieder dünner. Derweil notiere der Trendfolgeindikator MACD nach wie vor seitwärts. Er habe aber kaum Aussagekraft, da der Trenddynamikmesser ADX immer noch keinen Trendmarkt ausweise.

Auch in dieser Woche gebe es von sentimenttechnischer Seite nichts Neues zu berichten. Das Sentiment lege weiterhin entsprechend der Entwicklung zu und habe die obere Extremzone erreicht. Und auch der L/S-Index blase in das gleiche Horn wie letzte Woche: Private als auch Institutionelle favorisierten in den kommenden zwei Wochen die Short-Seite. Die formaltechnische Zielzone von 126 decke sich nicht ganz mit der Zielzone, berechnet anhand der Ratios. Demnach sei ab 125 mit Gegenwind zu rechnen. Wie dem auch sei, nochmals festere Kurse bildeten Ausstiegsgelegenheiten. Die 126er Marke sei nicht in Stein gemeißelt, so der Stratege bei animusX. Es möge noch etwas zur Oberseite kommen, hier habe man es jedoch mit Ausstiegsgelegenheiten zu tun. Vorsicht sei geboten, ein Fehlsignal sei möglich. Dieses müsse ernst genommen werden.

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(08.02.2010/dc/a/r)


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