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Devisen am Abend: EUR/GBP mit schwacher Tendenz


11.03.2010 - 18:53:06 Uhr
forexcheck.de

Frankfurt a. M. (forexcheck.de) - Der Euro gewinnt am heutigen Tag gegenüber dem Greenback.
Gegen Abend hin liegt das Plus bei 0,10 Prozent. Das Währungspaar (EUR/USD) notiert nunmehr in der Nähe der 1,37er Marke.

Das heutige Hoch bei 1,3687 konnte von den Bullen nicht lange verteidigt werden und so fiel der Euro gegen Abend bis auf 1,3671.

Zum Britischen Pfund notiert der Euro am Abend schwächer. Das Zwischenhoch bei 0,9119 konnte bis zum Abend nicht gehalten werden.

Gegenüber dem Schweizer Franken pendelt die Einheitswährung heute zwischen 1,4603 und 1,4632.

Zum Japanischen Yen zeigt sich der Euro gegen Abend von seiner stärkeren Seite. Er gewinnt im Tagesverlauf 0,15 %.

Das japanische Wirtschaftswachstum ist im vierten Quartal um 0,9 % gestiegen. Damit wurde die vorläufige Veröffentlichung nach oben revidiert. Annualisiert kletterte die Wirtschaftsleistung um 3,8 %, verglichen mit vorab geschätzten 4,0 %.

Die Arbeitslosenquote in Australien steigt auf 5,3 %, nach zuvor 5,2 %.

Die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland betrugen im Jahr 2009 zum Jahresende insgesamt 1.692,2 Mrd. Euro. Damit kletterte der Schuldenstand gegenüber dem Vorjahr um 7,1 %. Zum Vorjahr ist die Verschuldung am Kreditmarkt damit um 7,6 % gestiegen.

Der deutsche Arbeitskostenindex ist im vierten Quartal 2009 um -0,5 % gefallen. Zum Vorjahresquartal kletterte der Index in Deutschland um 1,6 %. Damit notiert der Index für Deutschland nun bei 4,1 %. Im Vergleich dazu steht der Index der Bruttolöhne und -gehälter bei 3,6, der Index der Lohnnebenkosten bei 5,5. Die Basis von 100 war jeweils im Jahr 2000 festgelegt worden.

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat heute seine Konjunkturprognose für Deutschland, EU und die Welt veröffentlicht. Die Erholung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 sieht man vor allem infolge einer raschen Expansion von Produktion und Handel in den Entwicklungs- und Schwellenländern mit einer beträchtlichen Dynamik. In den Industrieländern war der Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts allerdings weniger schwungvoll und wurde zudem von vorübergehenden Faktoren getrieben, deren Fortfall die Konjunktur im Prognosezeitraum dämpfen wird. So wäre für 2010 weiterhin eine nur mäßige Ausweitung des globalen Bruttoinlandsprodukts zu erwarten, die mit 3,7 % deutlich unter den in den Jahren vor der Krise verzeichneten Wachstumsraten bleibe. Die Experten revidieren ihre Prognose für 2011 vom Dezember sogar leicht von 3,9 auf 3,6 %, da sich abzeichne, dass die Wirtschaftspolitik in den Schwellenländern bereits recht bald gestrafft wird und der Produktionsanstieg in dieser Ländergruppe daher etwas geringer ausfällt als bislang prognostiziert.

In Frankreich ist die Zahl der Beschäftigten im vierten Quartal 2009 um -20.400 gesunken, nachdem im Quartal zuvor bereits ein Minus von -79.800 Jobs zu verzeichnen gewesen war.

Die Leistungsbilanz aller 27 EU Mitgliedsstaaten weist im vierten Quartal in der ersten Veröffentlichung ein Defizit in Höhe von 27 Mrd. Euro aus. Im vorangegangenen Quartal lag das Defizit bei 27,7 Mrd. Euro. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte die Bilanz ein Minus in Höhe von 59,4 Mrd. Euro ausgewiesen.

Die Dienstleistungsbilanz der EU zeigt im vierten Quartal in der ersten Veröffentlichung einen Überschuss in Höhe von 14,1 Mrd. Euro. Im Vorquartal lag das Plus bei 16,7 Mrd. Euro, im Vergleichsquartal ein Jahr zuvor bei 21,7 Mrd. Euro.

Der Veröffentlichung des Monatsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) für März 2010 zufolge sind die derzeitigen Zinssätze nach wie vor angemessen, heißt es im Monatsbericht der EZB. Unter Berücksichtigung aller Informationen und Analysen, dürfte die Preisentwicklung über die geldpolitisch relevante Frist gedämpft bleiben. Die jüngsten Daten hätten außerdem bestätigt, dass die wirtschaftliche Erholung im Euro-Währungsgebiet voranschreite, wenngleich sie weiterhin uneinheitlich verlaufen dürfte. Insgesamt rechne der EZB-Rat mit einem moderaten Wachstum der Wirtschaft des Eurogebiets im Jahr 2010 in einem Umfeld, das von anhaltender Unsicherheit geprägt sei. Die Ergebnisse der monetären Analyse bestätigten die Einschätzung eines mittelfristig geringen Inflationsdrucks. Alles in allem gehe der EZB-Rat davon aus, dass die Preisstabilität auf mittlere Frist gewährleistet bleibe, wodurch die Kaufkraft der privaten Haushalte im Euroraum gestützt wird. Die Inflationserwartungen seien weiterhin fest auf einem Niveau verankert, das mit dem Ziel im Einklang stehe, die Preissteigerung mittelfristig unter, aber nahe 2 % zu halten.

Am Nachmittag kam die Veröffentlichung der Zahlen zu den US-amerikanischen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ("Initial Jobless Claims") für die Vorwoche.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf 462.000 gefallen. Erwartet wurden 445.000 bis 460.000 neue Anträge nach zuvor 468.000 (revidiert von 469.000).

Aktuell notiert der Kurs des Euro bei 1,3670 gegenüber 1,3656 US-Dollar am vorherigen Handelstag. Weiterhin bewegt sich der Kurs des Euro gegenüber dem vorherigen Handelstag derzeit bei 0,9092 nach 0,9114 Britischen Pfund und auf 1,4618 nach 1,4613 Schweizer Franken. Gegenüber dem Japanischen Yen steht der Euro gegenwärtig bei 123,73 nach 123,61 Yen am letzten Handelstag.

Die heutigen Termine im Überblick:

• 22:30 - US Wochenausweis Geldmenge
• 22:45 - NZ Gästeübernachtungen Januar
• 22:45 - NZ Einzelhandelsumsatz Januar

(11.03.2010/fx/n/m)

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