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DAX kann profitieren


30.10.2017 - 09:04:30 Uhr
IG Markets

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Devisenexperten bei IG Markets berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:

Am Donnerstag vergangener Woche erwies sich EZB-Chef Mario Draghi als Kurstreiber. Wie allgemein erwartet, gab die Europäische Zentralbank bekannt, das Anleihekaufprogramm ab Januar 2018 zu reduzieren. Die Überraschung war aber, dass die durch den Verkauf der Wertpapiere resultierenden liquiden Mittel in den Erwerb neuer Staatsanleihen wieder investiert werden sollen. Der DAX erklomm daraufhin ein neues Rekordhoch. Auch am Freitag ging es spürbar aufwärts. Lediglich die Unabhängigkeitserklärung Kataloniens und die prompte Zwangsverwaltung der abtrünnigen Region durch die Zentralregierung in Madrid drückten den deutschen Leitindex kurzzeitig. Der DAX dürfte heute, kurz vor dem morgigen Feiertag, mit einem kleinen Kursabschlag in die Woche starten. Zur Stunde sehen wir das heimische Börsenbarometer bei 12.308 Punkten, wenige Zählern unter dem Schlusskurs vom Freitag.

Dank Mario Draghi konnte der DAX Ende der zurückliegenden Woche das bis dato gültige Rekordhoch bei 13.095 Punkten nachhaltig überwinden. Damit war das Szenario einer möglichen Konsolidierung hinfällig. Charttechnisch betrachtet könnte nun die Reise in Richtung des 161,8%-Fibonacci-Verlängerungsniveaus bei 13.620 Zählern fortgesetzt werden. Trotzdem ist das heimische Börsenbarometer überkauft. Eine Verschnaufpause täte dem DAX ganz gut. Korrekturpotenzial bestünde bis zur erwähnten ehemaligen Bestmarke bei 13.095 Punkten sowie der 20-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 12.999 Zählern. Zusätzlich Rückendeckung gibt es von der psychologischen Marke bei 13.000 Punkten.

Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Der DAX konnte von der eingangs erwähnten Ankündigung der Europäischen Zentralbank profitieren.

Beachten sie den Artikel der Analysten bei der DZ Bank "DAX, Rücksetzer vor Jahresendrally".

Lesen Sie auch den Artikel der Helaba-Experten sowie den Artikel "DAX, häufige Dojis deuten auf Unzufriedenheit" und "DAX ist reif für Verschnaufpause".

Verpassen Sie nicht die Artikel "DAX, die psychologische Marke" und "DAX im Spanungsfeld" und die Analyse "S&P500, die nächste Anlaufstelle". (30.10.2017/dc/a/i)



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