E.ON, Chance auf Bodenbildung
16.02.2009 - 12:42:51 Uhr
Ross Trading
Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technische Analyst Björn Heidkamp bei Ross Trading berichtet von der aktuellen Ausgangslage bei der E.ON-Aktie.
Der abgebildete Chart zeige die langfristige Kursentwicklung der E.ON-Aktie von Mitte 1997 bis heute. Ein Notierungsstab bilde das Kursverhalten für jeden Monat ab. Im Zeitraum von Januar 1998 bis Juli 2006 hätte sich die E.ON-Aktie in einer großen Seitwärtsbewegung zwischen 22,60 und 13,50 Euro bewegt. Im Dezember 2002 sei diese Trading Range dann nach unten verlassen worden. Im Nachhinein habe sich dieser Ausbruch als Bärenfalle entpuppt. Im ersten Quartal 2005 hätten die Kurse die angegebene Schiebezone dann erneut verlassen. Die Kombination aus dem Kaufsignal und dem vorherigen bearishen Fehlsignal hätten die E.ON-Aktie dann im Januar 2008 auf einen Höchstkurs von 51,37 Euro getroeben. Ausgehend von diesem Allzeithoch habe die E.ON-Aktie mit dem Tief am Freitag bei 22,57 ca. 56 % verloren.
Auf allen wichtigen Zeitzonen befinde sich E.ON zum jetzigen Zeitpunkt in etablierten Abwärtstrends. Mit dem Tief vom Oktober 2008 bei 22,75, dem Tief aus November 2008 bei 23,16, dem Tief aus Dezember 2008 bei 23,11 und den alten Schiebezonenhochs aus den Jahren 1998 und 2000 zwischen 22,20 und 22,60 Euro befinde sich die E.ON-Aktien in einem sehr wichtigen und starken Unterstützungsbereich. Ohne neue makroökonomische Hiobsbotschaften bestehe ausgehend von dieser Unterstützungszone eine realistische Chance auf eine Bodenbildung bzw. die Möglichkeit einer technischen Reaktion innerhalb der bestehenden aktuellen Abwärtstrends.
Abhängig von der jeweiligen Risikoneigung der Investoren biete der Bereich zwischen 22,20 und 22,80 einen spekulativen Einstieg mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Wichtig bei diesem taktischen Einstieg sei das konsequente Einhalten von Stop-Loss-Marken. Schlusskurse unter 21,50 sollten als Verlustbegrenzung herangezogen werden. Da grundsätzlich von einer Trendfortsetzung auszugehen sei, ist es nach Einschätzung des Analysten konservativer und empfehlenswerter eine untere Umkehrformation im 60-Minutenchart, im 120-Minutenchart oder im Tageschart abzuwarten. Bei diesem positiven Szenario befänden sich die nächsten wichtigen Widerstände dann bei 26,50, 28 und 30 Euro.
Sollte die E.ON-Aktie heute mit einer Abwärtsnotierungslücke auf dem Wochenchart unter 22,57 eröffnen, könne die sogenannte Schlüsselumkehrformation mit einem Stop-Buy-Auftrag bei 22,58 Euro zum Einstieg genutzt werden. Solche Gaps stellten häufig emotionale Extreme dar. Bei einer Eröffnung mit einer Notierungslücke in einem dermaßen starken Unterstützungsbereich befinde sich Schlusskurs des jeweiligen Notierungsstabes häufig in der entgegengesetzten Richtung vom Eröffnungsniveau.
Weitere Informationen zu Unterstützungen und Widerständen finden Sie im Tools-Bereich.
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