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Das Auf und Ab des Goldpreises


06.07.2017 - 14:00:00 Uhr
derivatecheck.de

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Der Goldpreis schwankt derzeit enorm. Dabei war vor Kurzem der Preis unerwartet in die Höhe geschossen. Fachleute vermuteten, dass der Grund für diese plötzliche Bewegung nach oben eine unabsichtliche Fehlorder eines Investors war. Man nimmt an, dass ein Händler bei der Eingabe seiner Order einen Fehler gemacht hatte. Fachleute nennen so einen Vorfall einen "Flat Finger" Effekt, bei dem der Nutzer versehentlich eine falsche Taste drückt und einen falschen Wert eingibt. Der Hochstand des Preises hielt nur kurze Zeit an. In den letzten Tagen fiel der Wert wieder unter die 1,25 Dollar Grenze pro Feinunze. Innerhalb kürzester Zeit war der Preis auf ein Niveau gegangen, das es seit Jahren nicht gegeben hatte.

Schon vor einigen Wochen gab es einen Abwärtstrend. Nach dem Sieg von Emmanuel Macron über seine Opponentin Marine Le Pen bei den französischen Präsidentschaftswahlen hatte sich der Goldpreis schon einmal rapide nach unten bewegt. Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten der USA erwarteten einige Experten durch den Abwärtstrend des Dollars einen nachfolgenden Aufwärtstrend des Wertes des Edelmetalls. Die Pläne des neuen US-Präsidenten und die unsichere politische Situation der USA hatten einen leicht positiven Einfluss auf den Goldpreis.

Wovon wird der Goldpreis generell beeinflusst?

Der Goldpreis ist stark abhängig vom jeweils aktuellen Kurs des US-Dollars, da er an allen internationalen Börsen mit Dollar gehandelt wird. Sinkt der Wert des Dollars, steigt der Goldpreis, umgekehrt funktioniert das in der Regel genauso. Geht der Dollar in die Höhe, sinkt der Preis des Goldes.

Nach der letzten Zinserhöhung im März sahen die Konjunkturdaten in den USA schlecht aus, doch es wurde ein ansteigendes Wirtschaftswachstum erwartet. Auslöser für den aktuellen erneuten Absturz des Goldpreises war offensichtlich die Sitzung der US Federal Reserve Bank of New York. Noch im Verlauf dieses Jahres sollen die Zinsen ein weiteres Mal angehoben werden, und für das Jahr 2018 sind weitere drei Zinserhöhungen geplant. Steigende US-Zinsen haben grundsätzlich nachteilige Auswirkungen auf den Goldpreis. Nach der Sitzung haben sich die Investoren, auch auf den Handelsplattformen wie iForex, von Gold distanziert, und selbst die spekulativen Anleger ziehen sich zurück. Steigende Zinsen haben zwar immer Nachteile für den Goldpreis, diese sind aber oft nur temporär. Zum Beispiel erhöhte die Federal Bank im vergangenen Dezember die Leitzinsen, und trotzdem war der Goldpreis erheblich niedriger als heute. Experten aus dem volkswirtschaftlichen Sektor nehmen an, dass die Inflationsrate langsam weiter nach unten gehen wird. Trotz einer erneuten Anhebung der Zinssätze erwarten die Fachleute einen Abfall der Zinsen für 10jährige Anleihen. Das würde den Wert des Dollars sinken und den Goldpreis steigen lassen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Investition in Gold zu allen Zeiten ein spekulatives, aber dennoch auf lange Sicht relativ sicheres Geschäft ist. Im Gegensatz zu Währungen ist das Edelmetall nicht von einer Inflation bedroht. Der Goldpreis läuft relativ unabhängig von den aktuellen Aktienkursen. Wenn also die Inflation stärker ansteigt als die Zinsen, würde das eine Aufwärtsbewegung des Goldpreises bedeuten. Mit der Nachfrage steigt auch der Preis weiter an. Wer sein Kapital in Gold anlegt, sollte grundsätzlich auch Zeit und Geduld investieren und die Entwicklung des Goldpreises aufmerksam beobachten. (06.07.2017/dc/a/r)





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