Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von den aktuellen Aussichten des Ölpreises.
Der Ölpreis habe sich zuletzt mehrfach an dem Kreuzwiderstand aus verschiedenen Hochpunkten bei knapp 80 US-Dollar und dem ehemaligen Basisaufwärtstrend seit Dezember 1998 (aktuell bei 79,36 US-Dollar) die Zähne ausgebissen.
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Gleichzeitig laufe die Kursentwicklung des Schwarzen Goldes in einen "bearishen Keil" hinein. In diesem Zusammenhang gelte es, den im Juli 2009 etablierten Aufwärtstrend (aktuell bei 73,25 US-Dollar) unbedingt zu verteidigen. Ansonsten wäre die angeführte Keilformation vervollständigt und Anleger müssten eine deutlichere Korrektur des Ölpreises einkalkulieren. Das Tief vom Dezember 2009 bei 71,02 US-Dollar dürfte dann nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Süden darstellen.
Vielmehr erwarten die Marktanalysten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt bei einer negativen Weichenstellung einen Test des September-Tiefs von 2009 bei 64,08 US-Dollar, bevor der Ausgangspunkt des Keils bei knapp 60 US-Dollar in den Fokus rücke. Als "explosiv" sei die gegenwärtige Indikatorenkonstellation zu bezeichnen. Während der Stochastik eine negative Divergenz ausgeprägt habe, drehe der MACD gerade auf "verkaufen". Darüber hinaus spreche die rückläufige Trenddynamik – gemessen am ADX – eindeutig für ermattende Aufwärtskräfte.
Einer Auflösung der angeführten Keilformation messen die Trading-Strategen bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt Signalcharakter bei. Im Rahmen einer klassischen ABC-Korrektur wäre eine solche Weichenstellung der Startschuss für einen erneuten Abwärtsimpuls beim Ölpreis.
Eine Übersicht zu den aktuellen Terminen und Wirtschaftsdaten finden Sie im Termin-Topic. (27.01.2010/dc/a/r)