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DAX: Erholung ja - Trendwende nein


16.10.2018 - 09:55:24 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der deutsche Leitindex DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) hat sich unbeeindruckt von technischen Problemen zu Beginn des Xetra-Handels von seinen anfänglichen Verlusten erholt und den Tag mit einem Plus von 0,8% und einem Indexstand bei 11.614 Zählern beendet, so die Analysten der Helaba.

Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) habe zum Handelsschluss bei 3.210 Punkten (+0,5%) notiert. Dennoch bleibe das Umfeld schwierig, denn Unsicherheiten im Zusammenhang mit den "Brexit"-Verhandlungen und den italienischen Haushaltsplänen würden ebenso wie der Streit zwischen den USA und Saudi-Arabien belasten. Insofern seien Hoffnungen auf eine größere Erholungsphase unangebracht. Im DAX hätten die Papiere der Lufthansa mit 18,15 EUR den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr markiert. Im Gegensatz dazu hätten die Anteilsscheine von Bayer deutlich zugelegt (+2,6%) - unterstützt von einem positiven Bericht des US-Anlegermagazins "Barron's". Darin habe es beruhigende Analystenstimmen gegeben und es sei die hohe Dividendenrendite herausgestellt worden. Gewinner im DAX sei aber die Volkswagen-Aktien (+3,0%) gewesen, beflügelt von Spekulationen auf einen Porsche-Börsengang.

Das datenseitige Interesse richte sich heute auf die ZEW-Umfrage und die Industrieproduktion in den USA. In beiden Fällen sollten die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden, sodass von dieser Seite keine positiven Impulse für den Aktienmarkt zu erwarten seien.

Der DAX habe sich zu Beginn der neuen Handelswoche zwar erholt, Hoffnungen auf ausgedehnte Kursgewinne seien wegen des technisch angeschlagenen Bildes aber unangebracht. Der seit Mitte Juni bestehende Abwärtstrendkanal sei intakt. Die untere Begrenzungslinie, die heute bei 11.466 Punkten verlaufe, sei gestern getestet worden. Die quantitativen Indikatoren stünden im Tages- und Wochenchart im Verkauf, das Kursmomentum sei negativ und der ADX sei erhöht und steigend. Zudem seien inzwischen alle gleitenden Durchschnitte unterschritten und von einer überverkauften Marktlage könne nicht gesprochen werden. Insofern scheine der Abwärtsimpuls noch intakt zu sein. Sollten der Bereich 11.459/66 und die Marke 11.425 unterschritten werden, würde sich das Potenzial nach unten deutlich ausweiten. Erste Widerstände lokalisieren die Analysten der Helaba im Bereich 11.690/11.700. (16.10.2018/ac/a/m)



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