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DAX: Handelsstreit wieder verstärkt im Fokus


20.07.2018 - 09:20:47 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dem zuletzt vollzogenen Anstieg des DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) mit einer gewissen Skepsis zu begegnen, scheint sich, zumindest temporär als richtig zu erweisen, so die Analysten der Helaba.

Fehlendes Momentum, unterdurchschnittliche Handelsumsätze und verschiedene Ungereimtheiten bei Indikatoren hätten zur Vorsicht gemahnt. Auch seien die hohen Erwartungen an die laufende Berichtsaison bisher nur in Teilen erfüllt worden. Auf der anderen Seite hätten große Namen wie Netflix, Alcoa und eBay enttäuscht. Letztgenannte hätten sich gezwungen gesehen, die Jahresprognose zu senken, nachdem das Wachstum verglichen mit dem Vorquartal spürbar abgeflaut sei. Insofern stehe einmal mehr die Frage im Raum, ob bereits zu viel positive Erwartung eingepreist worden und möglicherweise eine Bewertungskorrektur anstehe. Auch der laufende Handelsstreit gerate wieder verstärkt in den Fokus. Die EU drohe den USA, im Falle von höheren Zöllen auf deren Autos, ebenfalls mit Ausgleichsmaßnahmen zu reagieren. Gegenzölle würden dann für US-Waren im Wert von 2,8 Mrd. Euro verhängt.

Gestern habe der DAX sein Tageshoch bei 12.759 Zählern markiert, um sich in der Folge von dieser Marke sowie von der 200-Tagelinie (SMA, 12.777) nach unten zu entfernen. Zudem sei ein Rutsch unter die 55-Tagelinie (12.718) vollzogen worden, wodurch der Eindruck entstehe, dass es sich beim letzten Kursanstieg um eine "Bullenfalle" handeln könnte. Zweifel an der Nachhaltigkeit des Impulses hatten die Analysten der Helaba bereits geäußert. Mittlerweile habe zudem eine Reihe von Indikatoren begonnen, Richtung Süden zu drehen. Entsprechend würden die kurzfristigen Risiken wieder zunehmen. Eine erste, wichtige Haltezone finde sich bei 12.661/12.655 Zählern. Dort würden die 144-Tagelinie sowie der 144er Tenkan (Mitte aus highest high + lowest low) einen Cluster formen. (20.07.2018/ac/a/m)



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