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DAX: Mehr als eine temporäre Erholung?


13.07.2018 - 07:54:52 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nachdem Donald Trump mit neuerlichen Strafzollankündigungen gegenüber China am Mittwoch für neuerlichen Abgabedruck an den Börsen sorgte, erholten sich die Märkte gestern, so die Analysten der Helaba im Kommentar zum DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900).

Einerseits seien neue Irritationen während des Nato-Gipfels ausgeblieben, anderseits wehe dem US-Präsidenten hinsichtlich seiner Handelspolitik verstärkt Gegenwind aus der eigenen Partei entgegen. Führende Republikaner hätten die jüngsten Zollvorhaben als rücksichtslos und nicht zielgerecht bezeichnet. Unterdessen rechne die EU angesichts der Spannungen mit Trump und seiner Zollpolitik nunmehr im Jahr 2018 mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum (2,1 Prozent vs. 2,3 Prozent). Allmählich rücke verstärkt die an Fahrt aufnehmende US-Quartalsberichtssaison in den Fokus. Insgesamt herrsche diesbezüglich eine positive Erwartungshaltung, welche bereits gestern von der Wall Street eskomptiert worden sei.

Da die Unterstützung bei 12.427 Zählern erfolgreich verteidigt worden sei, könne die gestern vollzogene Aufwärtsbewegung als folgerichtig bezeichnet werden. In deren Verlauf seien auch die 144er Regression (12.447) sowie eine Strukturprojektion (12.482) überwunden worden. Das letztendliche Scheitern an der 21-Tagelinie (12.508) zeige einmal mehr, dass das Potenzial auf der Oberseite begrenzt bleibe. Diese These werde auch durch die erneut unterdurchschnittlichen Handelsumsätze, bei steigenden Kursen, untermauert. Insgesamt bestehe die Gefahr einer weiteren Ausdehnung des übergeordneten Abwärtstrends. Die gestern an dieser Stelle skizzierte, negative Fortsetzungsformation liefere ebenso wie andere Tools der klassischen technischen Analyse entsprechende Hinweise. Hinzu komme, dass am 25. Juli ein Preis- und Zeitzyklus ende. Häufig würden in der Nähe derartiger Strukturpunkte richtungsweisende Bewegungen vollzogen. (13.07.2018/ac/a/m)



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