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DAX: Weitere Eskalation des Handelsstreits belastet


12.07.2018 - 10:33:06 Uhr
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Mit der Ankündigung seitens der US-Regierung, weitere Waren aus China (darunter Lebensmittel, Textilien, Chemikalien, Metalle und elektrische Geräte) mit einem Volumen von rund 200 Mrd. USD mit Strafzöllen belegen zu wollen, gerieten die Börsen erneut ins Taumeln, so die Analysten der Helaba.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) habe gestern um 1,53 Prozent auf 12.417,13 Punkte abgegeben, nachdem am Vortag noch ein Hoch bei 12.640 Punkten markiert worden sei. Etwas überrascht über die Reaktionen der Börsen konnte man jedoch sein, denn diese Hausnummer beziehungsweise derartige Absichten standen bereits vor rund vier Wochen im Raum, so die Analysten der Helaba. Allerdings sei zuletzt häufig augenscheinlich geworden, dass potenzielle Probleme von den Märkten zunächst ausgeblendet worden seien. Obwohl die chinesische Seite in einer ersten Reaktion auf die neuerliche Strafzollankündigung bemüht gewesen sei Fassung zu bewahren, man werde angemessen reagieren habe es geheißen, drohe im Handelsstreit dennoch eine weitere Eskalationsstufe erreicht zu werden.

Die Unterstützung in Form einer Strukturprojektion bei 12.427 Zählern habe sich gestern weitestgehend als tragfähig erwiesen. Hingegen unterstreiche der neuerliche Rutsch unter die für den tertiären Trend relevante 21-Tagelinie (12.527) die Annahme, dass es sich bei der letzten Aufwärtsbewegung lediglich um eine Erholung gehandelt habe. Der Rutsch unter eine Strukturprojektion (12.472) sowie unter die 144er Regression (12.448) würden die Wahrscheinlichkeit für weitere Rücksetzer nochmals größer werden lassen. Zudem stehe der Abschluss einer negativen Fortsetzungsformation im Raum, deren untere Begrenzung gestern bereits durchbrochen worden sei. Für eine höhere Prognosesicherheit gelte es jedoch einen weiteren, darunterliegenden Schlusskurs abzuwarten, denn gemäß der anzuwendenden Kurszielformel würde das weitere Rückschlagpotenzial immerhin rund 1.000 Indexpunkte betragen. (12.07.2018/ac/a/m)



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