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DAX, entscheidendes Tief greifbar


03.10.2008 - 08:36:53 Uhr
Optionsbrief

Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Die technischen Analysten beim Optionsbrief berichten von den aktuellen Aussichten des DAX.

Der DAX habe seine Abwärtsbewegung fortgesetzt, doch das Zeitfenster für fallende Kurse schließe sich. Zu Wochenbeginn habe sich die Abwärtsbewegung mit einem heftigen Abschlag von 4,2 % auf 5.807 Punkte verschärft. Am 30. September hätte das Tagestief dann bei nur noch 5.658 Zähler gelegen, doch zum Handelsende habe der Markt wieder auf 5.831 Stellen zugelegt. Gestern wäre die Sitzung unverändert bei 5.806 Punkten beendet worden. Damit bleibe der Index im kurzfristigen Fahrplan.

Der DAX sei unter die 6.000er Marke gerutscht und habe noch in der gleichen Sitzung neue Jahrestiefststände bei 5.807 Zählern markiert. Die Technik habe sich jetzt verschlechtert, womit die Korrektur in eine neue Runde gehe. Denn nun bestehe auf einmal Platz bis zur Haltezone bei 5.500 Stellen und falls auch diese Unterstützung gebreakt werde, rücke ein Mega-Kursziel in den Fokus.

Der DAX habe sich in der Langfrist-Hausse von 2003 bis 2007 von 2203 auf 8.105 Zähler verbessert. Das bedeute eine Performance von 267 % bzw. 5.902 Punkte in rund fünf Jahren. Das Kursziel einer typischen 50 %-Korrektur liege also bei 5.154 Stellen. Das Zeitfenster für fallende Kurse schließe sich mehr und mehr. Denn der DAX habe in den ersten neun Monaten des Jahres 27,7 % verloren, was die drittschlechteste Performance in der kompletten DAX-Historie seit 1959 bedeute. Insgesamt hätte der Index bisher fünf Mal Verluste von mehr als 20 % bis zum 30. September hinnehmen müssen. In drei dieser Fälle wäre in den nachfolgenden drei bis vier Wochen ein wichtiges Tief ausgebildet worden und zwei Mal im Januar des Folgejahres.

Daher gehen die Trading-Strategen beim Optionsbrief davon aus, dass der Index in Kürze ein entscheidendes Tief ausbilde bzw. mit der Wende vom 30. September schon markiert habe. In der Vergangenheit wären auf diese Umkehrpunkte kräftige Rallys gefolgt, die im Schnitt acht Monate angedauert hätten und zu Kursgewinnen von im Mittel 37,8 % geführt haben sollen. Während der Ausgangspunkt einer Umkehr noch offen bleibe, lasse sich der Zeitraum eng eingrenzen. Im historischen Vergleich wäre eine Aufwärtstrendwende im Oktober am wahrscheinlichsten. Da auch die Börsenzyklen für den Herbst die Umkehr erwarten lassen würde, bestünden aus Sicht der Handelsexperten gute Chancen, dass in Kürze eine kräftige technische Erholung starte.

Sobald die 6.000er Marke zurückerobert werde, drehe die kurzfristige Technik auf Neutral. Darüber stelle sich das Ziel auf den Widerstand von 6.170/6.200. Oberhalb von 6.370/6.400 würden auch die mittelfristigen Trends auf Kauf schalten.

Wie von den Marktexperten erwartet hätten die Indikatoren kurzfristig neue Signale generiert. Sowohl MACD als auch Momentum sollen nach unten gedreht haben und stünden damit wieder auf Verkauf. Zudem habe auch die Stochastik ein neues Verkaufssignal generiert.

Weitere Informationen zu den Unterstützungen und Widerständen finden Sie im Tools-Bereich.

Eine Übersicht zu den aktuellen Terminen und Wirtschaftsdaten finden Sie im Termin-Topic.

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(03.10.2008/dc/a/i)

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