Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Marktexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt blicken auf die Entwicklung und die Tendenzen im Kursverhältnis des Euro zum Britischen Pfund (EUR/GBP).
Beim Blick auf den Monatschart des Euro im Vergleich zum Britischen Pfund dominierten derzeit eindeutig die Sorgenfalten. So habe die Einheitswährung mit 0,7949 zuletzt ein neues Vierjahrestief verkraften müssen, wodurch auch langfristig eine Folge fallender Hoch- und fallender Tiefpunkte vorliege. Den Experten zufolge ist dies gemäß der Dow-Theorie das klassische Indiz für einen intakten Abwärtstrend auf monatlicher Basis bei gegenwärtig 0,8844 Britischen Pfund. Interessant werde es nun, wenn man das kurzfristige Kursbild in das skizzierte negative Langfristszenario einbette. Zwar sei es zuletzt im Bereich der Marke von rund 0,80 Britische Pfund zu einer temporären Verschnaufpause gekommen, da diese aber undynamisch verlaufen sei, trage die technische Erholung eher Züge eines klassischen "Dead Cat Bounce".
Gleichzeitig erinnere die technische Reaktion seit Mitte Mai an eine Korrekturflagge. Da dieses Konsolidierungsmuster mit untere Flaggenbegrenzung bei aktuell 0,8010 Britischen Pfund gestern nach unten aufgelöst worden sei, drohe eine weitere Abwärtswelle. Das kalkulatorische Abschlagspotential müsste in diesem Fall auf rund 0,77 Britische Pfund taxiert werden, den Marktbeobachtern zufolge ein Level, der wiederum sehr gut mit dem Tief vom Oktober 2008 bei 0,7692 Britischen Pfund harmoniere.
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