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EUR/USD (Jahreschart): Der lange und steinige Weg nach Norden - Chartanalyse


10.01.2019 - 08:55:00 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - "Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen!" Das altbekannte Zitat von Mark Twain gilt selbstverständlich auch für die 13. Ausgabe unseres technischen Jahresausblicks auf der Währungsseite, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Der Frage, ob die Zahl 13 eher Glück oder vielmehr Unglück bringe, seien die Analysten bereits zu Beginn des Aktienteils nachgegangen. Ein Bezug zum Währungspaar EUR/USD (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) sei bei der Zahl 13 ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. So komme die Zahl 13 auf der Ein-Dollar-Note als Ziffer, in Zeichnungen oder in Symbolen insgesamt dreizehn Mal vor. Ob das für den Greenback nun ein gutes oder ein schlechtes Omen für das neue Jahr darstelle, würden die Analysten im Folgenden ganz ohne Aberglauben, dafür aber mithilfe von anerkannten Verfahren der technischen Analyse beleuchten. "Ich mache keine Vorhersagen. Ich habe nie und ich werde nie!" Diesem Zitat des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair würden die Analysten dabei ausdrücklich zuwiderhandeln wollen. Vielmehr möchten sie einen möglichen Leitfaden auf der FX-Seite für 2019 aufzeigen. Um den übergeordneten "großen Trend" einzufangen, möchten sie auch auf der Währungsseite mit der Analyse des Jahrescharts beginnen.

Chance vertan

Rückblende: Vor Jahresfrist habe die damalige Candlestickkonstellation eine absolute Steilvorlage für den Euro geliefert. Neben einem sog. "outside year", dessen Tief tiefer und dessen Hoch höher gelegen habe als die jeweiligen Pendants des Jahres 2016, sei der europäischen Einheitswährung ein Jahresschluss (1,2004 USD) nahezu auf Jahreshoch gelungen. Darüber hinaus hätten die Kerzen der Jahre 2015,2016 und 2017 einen nicht ganz idealtypischen "morning star" gebildet. Aus allen drei Phänomenen hätte der Euro im Vergleich zur US-Valuta eigentlich Kapital schlagen müssen. Deshalb würden das "reversal" vom Februar 2018 bei gut 1,25 USD sowie die daraus resultierenden Kursverluste sehr schmerzen. Schließlich stehe im Jahreschart eine negative Kerze mit markantem Docht zu Buche.

Dem oberen Schatten würden die Analysten dabei eine besondere Bedeutung beimessen: In den letzten elf Jahren habe das Niveau von 1,20 USD immer wieder eine Rolle gespielt. Regelmäßig seien hier Jahreshochs oder -tiefs ausgeprägt worden - oftmals sogar in Form markanter Dochte. Mit dem oberen Schatten der 2018er Kerze sei ein Sprung über die Schlüsselmarke bei 1,20 USD abgelehnt worden. Die Marktteilnehmer würden dieser Marke also Respekt zollen.

USD-Index (Annually): Geschichte wiederhole sich nicht, sie reime sich

Anhand der sehr langfristigen Betrachtung des Währungspaars lasse sich noch ein weiteres spannendes Detail identifizieren. Seit dem historischen Rekordstand von 2008 bei gut 1,60 USD befinde sich der Euro zum US-Dollar in einem Baissetrend. Im Rahmen dieses Abwärtstrends sei es 2012/2013 zu einem Stabilisierungsversuch gekommen, welcher im darauffolgenden Jahr im Dunstkreis des beschriebenen Baissetrends abverkauft worden sei.

Die (Börsen-)Geschichte wiederhole sich zwar selten eins zu eins, doch häufig reime sie sich. Mit anderen Worten: Dem Euro drohe ein ähnliches Schicksal wie im Jahr 2014. Schließlich kontere das angeführte "reversal"-Muster von 2018 den EUR-Erholungsimpuls des Vorjahres - und zwar ziemlich genau in Schlagdistanz zu dem seit 2008 dominierenden Abwärtstrend. Noch wesentlich eindrucksvoller verdeutliche der Jahreschart des USD-Index dieses Spannungsfeld. Dieser spiegle die Entwicklung des Greenbacks im Vergleich zu den sechs wichtigsten Handelswährungen EUR, GBP, JPY, CHF, CAD und SEK wider. Spiegelbildlich habe hier im vergangenen Jahr sogar ein "bearish engulfing" vorgelegen, d. h. der Kerzenkörper der 2016er Kerze sei vollständig umschlossen worden. Anschlussverkäufe seien im vergangenen Jahr allerdings Fehlanzeige gewesen.

USD-Index (Monthly): Pullback bestätige Bodenbildung

Vielmehr untermauere das angeführte Umkehrmuster des zu Ende gegangenen Jahres den grundsätzlichen Trend zugunsten des Greenbacks. Interessant sei noch das Niveau der Wende, denn diese habe sich im Bereich der Nackenzone der großen unteren Umkehr seit 2004 bei rund 90 Punkten vollzogen. Der Rücksetzer vom Jahresauftakt 2018 sorge also letztlich für ein zusätzliches Ausrufezeichen hinter der Bodenbildung der letzten Jahre, aus deren Höhe sich unverändert ein kalkulatorisches Kursziel im Bereich von rund 110 Punkten ableiten lasse. Zur Unterstützung dieser These möchten die Analysten den Monatschart des USD-Index ins Feld führen. In dieser Zeitebene werde die Bedeutung der Bastion bei 90 Punkten durch verschiedene Fibonacci-Retracements sowie vor allem durch den Aufwärtstrend seit dem Jahr 2011 (akt. bei 89 Punkten) bestätigt.

Deshalb sei dieses Level als strategischer Stopp-Loss prädestiniert. Ohne einen Bruch dieser Schlüsselmarke sei der Trend "pro Greenback" absolut intakt und ein Anstieg über das 2018er-Hoch (98 Punkte) lege den Grundstein für einen Test der Hochs von März 2015 und Januar 2017 bei 100/104 Punkten. Das kalkulatorische Kursziel der diskutierten Bodenbildung lasse sogar auf neue Verlaufshochs schließen.

EUR/USD (Monthly): Trendbruch plus Toppformation

Es gebe kaum einen Chart, der das bisher Gesagte pointierter zusammenfasse, als der Kursverlauf des Währungspaars zurück bis in die 1970er Jahre. Vor der EUR-Einführung sei zur Konstruktion des Charts das DM/USD-Austauschverhältnis herangezogen worden. Auf Monatsbasis habe das Währungspaar EUR/USD zu Beginn des letzten Jahres einen lehrbuchmäßigen Pullback an den ehemaligen EUR-Aufwärtstrend seit 1985 (akt. bei 1,2659 USD) vollzogen. Interessanterweise verlaufe hier auch die Durchschnittslinie der letzten 200 Monate (akt. bei 1,2593 USD).

Per Saldo bestätige die Entwicklung des Jahres 2018 also den zuvor realisierten Trendbruch bzw. die zuvor vervollständigte Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Die beiden entscheidenden Argumente für eine nachhaltige Trendwende - sprich: eine abgeschlossene Toppbildung und der Bruch eines langfristigen Trends - seien somit unverändert gegeben. Vor dem Schlüsselwiderstand bei rund 1,26 USD würden ohnehin bereits die diversen Tiefpunkte der Jahre 2004, 2005, 2010 und 2012 bei 1,1637/1,1756/1,1875/1,2041 USD markante horizontale Hürden definieren. Die Höhe der oberen Umkehr nach unten gespiegelt, lasse langfristig weiter ein vollständiges Ausradieren der gesamten Kursgewinne des Jahrtausends befürchten.

Die großen Leitplanken

Bisher hätten die Analysten recht viel Zeit darauf verwandt, zu verdeutlichen, dass sich der EUR in Relation zur US-Valuta in einem übergeordneten Abwärtstrend befinde. Einem Kernargument hätten sie dabei noch nicht ausreichend Rechnung getragen: Gemeint sei der seit dem Rekordhoch vom Sommer 2008 bei 1,6038 USD bestehende Baissetrend (akt. bei 1,2354 USD). Regelmäßige Leser des "Daily Trading"-Newsletters würden um die Bedeutung von technischen Kumulationspunkten wissen. Dabei handle es sich um Niveaus, in denen mehrere charttechnisch relevante Marken in einem engen Kursband zusammenfallen würden.

Als Lehrbuchbeispiel diene der bereits angeführte Kreuzwiderstand bei rund 1,26 USD. Dieses Level werde durch das 38,2%-Retracement des gesamten Baisseimpulses seit 2008 sowie die 61,8%-Korrektur der letzten Abschwungphase von Mai 2014 bis Januar 2017 (1,2516/1,2597 USD) bestätigt. Da bei einem Sprung über diese Hürde auch der Abwärtstrend der letzten elf Jahre Geschichte wäre, gehöre das Level von 1,26 USD ins Stammbuch eines jeden Langfrist-Investors. Die äquivalenten Kursmarken auf der Unterseite würden durch die Tiefs vom März 2015 bzw. Januar 2017 bei 1,0457/1,0339 USD definiert.

EUR/USD (Weekly): Dieser Weg werde kein leichter sein

Zwischen diesen beiden Extremen lasse der Monatschart bereits die dazwischenliegende Widerstandszone aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten der letzten vier Jahre bei rund 1,15 USD erkennen. Durch Herunterbrechen der Zeitebene auf Wochenbasis würden sich weitere Anhaltspunkte für die Relevanz dieser Barriere ergeben. So verlaufe bei 1,1514 USD der ehemalige EUR-Erholungstrend seit Januar 2017. In diesem Zusammenhang möchten die Analysten nochmals an die Tiefs der Jahre 2004, 2005 und 2010 zwischen 1,1637 USD und 1,1875 USD erinnern. Selbst bei einem Sprung über die Marke von 1,15 USD bleibe der Weg nach Norden für den Euro also schwierig.

Interessanterweise würden mit dem Jahres-Pivotpunkt - gerechnet auf Basis des Schlusskurses vom 15. Dezember - bei 1,1727 USD sowie dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des letzten Baisseimpulses (1,1735 USD) weitere wichtige Chartmarken in diesen Widerstandsgürtel fallen. Ein letztes wichtiges Argument gelte es noch hervorzuheben: Die beschriebene Schlüsselzone fungiere gleichzeitig sowohl als Nackenzone der im Verlauf des Sommers 2017 komplettierten Bodenbildung als auch als Nackenzone einer vermeintlichen Toppbildung. Per Saldo habe die europäische Einheitswährung charttechnisch extrem "vermintes Gelände" unmittelbar vor der Brust. (10.01.2019/ac/a/m)




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