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DAX schwimmt sich frei - etwas


08.09.2017 - 08:50:30 Uhr
DZ BANK

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Technischen Analysten der DZ Bank berichten von deren aktuellen Blick auf das deutsche Aktienbarometer DAX:

Am Tag nach dem charttechnischen Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrendkanal etablierte der deutsche Blue Chip-Index eine positive Eröffnungslücke und generierte bis zur Mittagszeit weitere Zugewinne. Dabei nahm dieser den starken charttechnischen Widerstandsbereich um 12.320 Punkte ins Visier und konnte diese Zone – zumindest auf Intraday-Basis – überwinden, bevor Gewinnmitnahmen den DAX wieder unter dieses Niveau drückten. Die ab 14.30 Uhr stattfindende EZBPressekonferenz sorgte dann weder für einen erneuten "Turbo" nach oben noch für eine deutliche Ausweitung der Gewinnmitnahmen. Mario Draghi vermied klare Aussagen in Bezug auf mögliche Änderungen des "Quantitative Easing"-Programms und verwies vor allem auf die nächste Sitzung im Oktober.

Mit einer Reihe positiv zu interpretierender charttechnischer Signale (zu nennen sind hier insbesondere die nachhaltige Verteidigung der 200 Tage-Linie (akt. 12.060 Pkt.) und der anschließende Ausbruch aus dem Juni-Abwärtstrendkanal) schwimmt sich das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer im kurzfristigen Kontext aktuell wieder etwas frei. Mit einem Zugewinn von fast 500 Punkten vom Tief zur Spitze innerhalb von nur anderthalb Handelswochen etabliert sich gegenwärtig ein neuer tertiärer Aufwärtstrend.

Kurzfristig am wichtigen charttechnischen Widerstand um 12.320 Punkte notierend und darüber hinaus "überkauft", wäre jedoch eine fortgesetzte Verschnaufpause im Sinne eines adäquaten "Kräftesammelns" wünschenswert. Ein kleiner Rücksetzer oberhalb des 38,2%-FibonacciRetracements des tertiären Aufwärtstrends (12.175 Pkt.) wäre als konstruktiv zu werten und würde die kurzfristige Anstiegsdynamik kaum aus dem Markt nehmen. Im weiteren Verlauf gilt es, den Bruch des charttechnischen Widerstandsbereichs um 12.320 Punkten in nachhaltiger Art und Weise zu bewerkstelligen. Gelingt dies, wäre zumindest der Weg zum Reaktionshoch vom 13. Juli bei 12.675 Punkten frei.

"DAX, Angriff der Bären bleibt aus".

Lesen Sie auch den Artikel der Helaba-Experten sowie den Artikel "DAX, der kleine Hoffnungsschimmer" und "DAX fehlt die Kraft".

Verpassen Sie nicht die Artikel "DAX misslingt Sprung über Fibonacci-Level" und "Gold mit Rückenwind" und die Analyse "DAX, Aktienbullen geht die Kraft aus". (08.09.2017/dc/a/i)



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