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Signalwirkung des EU-Austritts


24.06.2016 - 09:16:59 Uhr
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Frankfurt a. M. (www.derivatecheck.de) - Die Handelsexperten bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt berichten von aktuellen Analyse des Marktgeschehens:

Marktreaktionen Nachdem sich die Finanzmärkte an den letzten Tagen auf einen Verbleib Großbritanniens in der EU eingestellt hatten, weisen die bisher ausgezählten Wahlkreise auf einen klaren Vorsprung für einen "Brexit" hin, was ein Erdbeben an den Devisenmärkten auslöste. Das britische Pfund brach zum Euro und zum US-Dollar massiv ein (Grafik 2). In Relation zum US-Dollar wertete das Pfund um rund 10 % ab, der stärkste Verfall seit 30 Jahren. In der Spitze rechnen wir mit Kursverlusten von 15 % bis 20 %. Besonders das große Leistungsbilanzdefizit Großbritanniens in Höhe von 7 % des BIP im 4. Quartal 2015 und die damit einhergehende Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen macht das britische Pfund in dem gegenwärtigen Umfeld anfällig. Am Ende dieses Jahres dürfte das britische Pfund im Vergleich zum US-Dollar bei 1,20 USD notieren.

Aber auch der Euro fiel zum US-Dollar zeitweise unter 1,10 USD. Dies ist der bisher größte verzeichnete Tagesrückgang. Belastend dürfte sich hier die Frage auswirken, welche Signalwirkung des Austritt Großbritanniens auf Europa bzw. die Eurozone hat. Zum Jahresende 2016 rechnen wir mit EUR/USD-Notierungen von 1,10 USD (zuvor: 1,20 USD).

Stark zulegen konnten auch die klassischen "sicheren Häfen", der Schweizer Franken und der japanische Yen, die auch weiter gefragt bleiben dürften. Der Yen handelte zeitweise zum US-Dollar unterhalb von 100 JPY. Am Ende des Jahres rechnen wir mit Notierungen von 95 JPY je US-Dollar.

Zeitgleich kam es an den asiatischen Aktienmärkten zu spürbaren Kursverlusten, die sich in Europa und den USA fortsetzen dürften. In Japan wurde der Handel des Nikkei-Index zeitweise ausgesetzt. In diesem "Risk-off"-Umfeld profitierten neben dem Goldpreis die Staatsanleihenmärkte.

So fiel die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen unter die 1,50 %-Marke, der tiefste Stand seit August 2012.

Beachten Sie auch die Analyse der DZ BANK-Analysten zum deutschen Leitindex "DAX, "exogener Schock" ".

Lesen Sie auch den Artikel der Helaba-Experten "DAX, eine andere Welt" sowie den Artikel "Euro (EUR/USD), Kurssprünge oder Abwarten?" und "DAX, die Struktur wird durchbrochen".

Verpassen Sie nicht die Artikel "DAX, Indikatoren erwarten kein Gegenwind" und "Bund-Future, der Ausblick" und die Analyse "Gold, bullisches Rechteck oder Doppel-Top".

Eine Übersicht zu den aktuellen Konjunktur- und Wirtschaftsdaten finden Sie im Termin-Topic. (24.06.2016/dc/a/g)



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