EUR/USD, negative Indikatorenlage 06.10.2008 - 10:57:23 Uhr
FXdirekt Bank
Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Tomke Hansmann, Devisenexpertin der FXdirekt Bank, gibt einen Ausblick auf den Handel mit dem Euro (EUR/USD).
Die charttechnische Situation für den Euro habe sich zu Beginn der neuen Woche mit dem rasanten Sturz unter die letztwöchige Handelsspanne und das alte Allzeithoch bei 1,3667 weiter eingetrübt. Die Indikatorenlage sei negativ: Der MACD in seiner Standardeinstellung und der Aroon-Indikator notierten im Verkauf. Auf die nächsten Unterstützungen treffe das Währungspaar EUR/USD bei 1,3550, bei 1,3500 und bei 1,3450. Die nächsten Widerstände ließen sich bei 1,3600/10, bei 1,3670 und bei 1,3710 lokalisieren.
Den Euro belasteten zu Wochenbeginn die sich verschärfende Finanzkrise in Europa. Europäische Staaten sicherten nach Angaben der Marktbeobachterin Banken weitere Milliardenhilfen zu, während Bundeskanzlerin Angela Merkel auch eine generelle Sicherung für private Einlagen in Aussicht gestellt hätte. Gleichzeitig stärkten den US Dollar im Zuge der Bankenkrise auftretende Kapitalrückflüsse in die USA.
Obwohl sich über das Wochenende bei EUR/USD ein Gap gebildet habe, das noch nicht habe geschlossen werden können, ist die Analystin skeptisch, dass dies angesichts der aktuell negativen Stimmung kurzfristig gelingen könne. Die Strategin bei der FXdirekt Bank favorisiert daher am heutigen Vormittag eine Short-Position bei einer Erholung auf 1,3600 mit einem Kursziel bei 1,3500 US-Dollar. Den Stop platziere man im Abstand von 30 Pips.
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