EUR/USD, Parallelen zu 98er Crash 18.09.2008 - 10:53:40 Uhr
FXdirekt Bank
Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Jens Lüders, Devisenexperte der FXdirekt Bank, gibt einen Ausblick auf den Handel mit dem Euro (EUR/USD).
Die Einheitswährung habe ein charttechnisches Kaufsignal generiert und könnte in den nächsten Tagen bis 1,4500 anziehen. Die Marktsituation weise charttechnisch starke Parallelen mit dem 98er Crash im Umfeld der Russland-Krise auf, die auch eine Bankenkrise gewesen wäre. Das Kursmuster am Aktienmarkt sei damals dasselbe wie aktuell gewesen, so Lüders. Widerstände für den Euro lägen aktuell bei 1,4394, bei 1,4477 (Tageshoch von Montag) und bei 1,4600. Unterstützung finde sich bei 1,4287, bei 1,4099 und bei 1,3981. Der MACD stehe auf Kaufen. Der Kurs habe die Oberkante des Abwärtstrendkanals überwunden.
Bei den US Frühindikatoren dürfte sich der in der Tendenz deutliche Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung im August am stärksten auswirken. Die meisten anderen der neun Komponenten dürften auch schwach ausfallen, so dass der Index weiter negativ bleiben dürfte. Der US Arbeitsmarkt bleibe im Abwärtstrend und bewegt sich perspektivisch auf eine Jahresrate von 7,0% zu.
Der Stratege bei der FXdirekt Bank gibt an, long gehen zu wollen auf dem aktuellen Niveau von 1,4317 US-Dollar (alternativ einige Pips drüber oder drunter). Das erste Ziel liege bei 1,4400 und dann bei 1,4477 US-Dollar. Der Stop werde im Abstand von 30 Pips gesetzt. Eine starker Gewinntag sei heute überdurchschnittlich wahrscheinlich, so dass der Stop auch etwas großzügiger gesetzt und der Einstiegskurs je nach Zeitpunkt der Order individuell noch etwas angepasst werden könne.
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